Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
22
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000071675/130/
unverbindlich oder überhaupt nicht.48 Der Widerhall, auf den dieser schriftliche Befragungsversuch stiess, passte nahtlos ins aus Sicht der po­ litischen Ökonomie entworfene Erwartungsbild: Die Bereitschaft zur und die Klarheit der politischen Festlegung scheint sich nämlich ver­ kehrt proportional zur Mandatsstärke der Parteien im Landtag zu ver­ halten. - Ein Phänomen, das nicht einer gewissen inneren Logik ent­ behrt. Kann es sich doch eine vor gar nicht allzu langer Zeit in den Landtag neu eingezogene Minderheitsfraktion wohl von Haus aus viel eher leisten, losgelöst von etablierten Schichten und deren Interessen­ lagen zu agieren, als dies eine Mehrheitspartei zu tun vermag. Dementsprechend hat die Freie Liste als kleinste zur Zeit im Landtag vertretene Gruppierung relativ deutlich formuliert: "Angesichts der Bo­ denknappheit in Liechtenstein kämpft die Freie Liste seit Jahren für eine Reduktion der Bauzonen, die Besteuerung von Grundstücken nach dem Verkehrswert und die Beschränkung der Wohnbauförderung auf boden- und energiesparende Bauten."49 Sie ortet den Kern der Probleme in der "Tatsache, dass der Boden kaum gehandelt wird."50 Sie vertritt ferner die Ansicht: "Solange der Grundbesitz eine günstige Kapitalanlage bleibt, geht auf dem Grundstücksmarkt nichts mehr! "51 Darauf gründet sie ihre Vorstösse, dass der Boden stärker als bisher versteuert werden müsse. Die Freie Liste diagnostiziert ferner, "dass unsere Lebensgrundlage Bo- 
    

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