Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
22
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000071675/104/
Fragt man nach den Ursachen und betrachtet die im Intervall zwi­ schen den letzten beiden Volkszählungen, also zwischen 1980 und 1990, für das Bevölkerungswachstum verantwortlichen Komponenten, so zeigt sich, dass die Zunahmen ungefähr zu gleichen Teilen sowohl von der natürlichen Bevölkerungsbewegung als auch vom positiven Wande­ rungssaldo herrühren. Der in diesem Zeitraum jedes Jahr festzustellende Geburtenüberschuss belief sich über die zehn Jahre kumuliert auf 2.006 Personen, was einem Bevölkerungszuwachs von 8,0 % gleichkommt. Parallel dazu war über das ganze Jahrzehnt gesehen - trotz in Einzeljah­ ren errechneter Wanderungsverluste - ein gesamthafter Wanderungsge­ winn von 1.811 Personen zu konstatieren. Analysiert man das Zustandekommen dieser Summen noch eingehen­ der, indem man sich auf die nach In- und Ausländern gesonderten Volkszählungsdaten stützt - die Trennung zwischen Liechtensteinern und Personen anderer Staatsbürgerschaft stellt im übrigen gerade im Zu­ sammenhang mit Grundverkehrsfragen nämlich einen Gesichtspunkt dar, der wie später noch zu zeigen sein wird, schon deshalb nicht uner­ heblich ist, weil diese beiden Gruppen in bodenmarktrelevanten Geset­ zesmaterien unterschiedliche rechtliche Behandlung erfahren - unter­ sucht man also nach Staatszugehörigkeit differenziert, so ergibt sich er­ staunlicherweise und wider Erwarten, dass der auf das Konto der Liechtensteiner zurückzuführende Bevölkerungszuwachs von 2.184 Personen genau zu zwei Dritteln auf Wanderungsgewinne und lediglich zu einem Drittel auf Geburtenüberschüsse zurückgeht, während die von Ausländern induzierte Zunahme um 1.633 Personen zu beinahe vier Fünfteln (genau 78,6 %) aus Geburtenüberschüssen und bloss zu etwas mehr als einem Fünftel aus Zuwanderungen resultiert. Wieweit dafür die aus Abbildung 5 herauszulesenden Unterschiede im Altersaufbau der Wohnbevölkerung ins Treffen zu führen sein mö­ gen, ist fraglich. Die altersstrukturellen Differenzen werden bei Betrachtung der je­ weils am stärksten besetzten Altersklassen augenfällig: Während bei den liechtensteiner Männern die Gruppe der 20- bis 25jährigen dominiert, ist es bei den ausländischen Männern die Altersklasse der 40- bis 45jähri- gen. Was dagegen die Frauen anlangt, so erweist sich bei den Liechten­ steinerinnen die Altersgruppe der 30- bis 35jährigen als führende, wo­ hingegen bei den Ausländerinnen die Klassenbesetzung der 25- bis 30jährigen sehr deutlich herausragt. 103
        

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