Die Christbaumfeier schien gut anzukommen, denn 
sie wurde danach zur festen Einrichtung, bei der 
Schwester Bruno mit ihren Kindern jeweils ein klei- 
nes Weihnachtsspiel einstudierte und Geschenke ver- 
teilte. Verteilt wurden nützliche Dinge wie Hemden 
für die Buben, Schürzen für die Mädchen sowie Puls- 
wärmer, Sacktücher, Zuckerwaren und Feigen. Aus 
den verschiedenen Abrechnungen geht hervor, dass 
Schwester Bruno die Hemden und Schürzen wohl 
selbst genäht hat, da sie nur gerade den Stoff ein- 
kaufte. Sie muss wohl manchen Abend am Nähtisch 
gesessen haben, um rechtzeitig zu Weihnachten je- 
weils für ca. 50 Kinder Hemden bzw. Schürzen 
genäht zu haben. Schwester Bruno genoss wegen des 
grossen Einsatzes, mit dem sie den Kindergarten 
führte, hohes Ansehen. Allzufrüh aber wurde sie den 
Triesner Kindern durch ihren Tod am 19. März 1909 
entrissen. In der Schulchronik der Gemeinde ist zu 
lesen: «/9. Márz 1909. An diesem Tage starb die 
Kindergártnerin Schwester Bruno (Monika) Lan- 
ser, geboren im Jahre 1872 zu Innervillgraten im 
Tirol, nachdem diese seit dem Jabre 1895 mit un- 
ermüdlichem Eifer und seltener Geduld die Klein- 
kinderschule geleitet hatte. » 
Mit der Nachfolge von Schwester Bruno tat man sich 
daraufhin ziemlich schwer, doch geht aus den vor- 
handenen Dokumenten leider nicht hervor, wo die 
Schwierigkeiten lagen - ob beim Mutterhaus in Zams 
Die älteste erhaltene Abbildung einer Triesner Kinderschiilergruppe zeigt Kinder der Jabrgéinge 1903 bis 1907. Bei der 
abgebildeten Schwester dürfte es sich trotz gegenteiliger Meinung älterer Triesnerinnen und Triesner nicht um Suitberta 
handeln, da diese erst 1911 nach Triesen kam. Das Foto ist jedoch vorher gemacht worden, so dass vermutlich Schwester 
Brunonia, die erste Kindergärtnerin der Gemeinde, zu sehen ist. (Namenliste der Personen, die erkannt wurden siebe 
Anhang). 
  
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