Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2003)

( MITTWOCH, 10. SEPTEMBER 2003 BLATT 
UNLAND SCHI U LW EG SIC HE R U N G FBP Betriebsbesichtigung GAMPRIN-BENDERN - Am Dienstag, den 16. September besucht die FBP-Orts- gruppe Gamprin-Bendern die Swarovski AG inTriescn. Zur Betriebsbesichtigung eingela­ den sind interessierte Einwohner unserer Ge­ meinde. Wir treffen uns um 13 Uhr bei der Post Bendern, um gemeinsam nach Triesen zu fahren. : Da die Teilnehmeranzahl beschränkt ist, bitten wir um Voranmeldung bei Anni Hasler (373 18 53) bis spätestens 14. September 2003. FBP-Ortsgruppe Gamprin-Bendern Zum Jahr der Behinderten VADUZ - Berührungsängste zwischen Be­ hinderten und Nichtbehinderten abzubauen ist eine oft formulierte Zielvorstellung in die­ sem Jahr der Behinderten. Sich möglichst > natürlich und unkompliziert geben mag ein . guter Ratschlag sein. Doch was heisst das im Alltag? Wie begegne ich einem körperlich oder geistig behinderten Menschen? Warum reagieren die so genannten Nichtbehinderten " häufig so unbeholfen? Es fehlt meist nicht am guten Willen, es fehlt einfach die Erfah­ rung im alltäglichen Umgang mit Menschen, die eine Behinderung haben und in anderen Lebensverhältnissen leben. Vielfach sind Schwellenängste und Hemmungen auch gegenseitig vorhanden. Könnte da das Jahr der Behinderten nicht auch eine Chance für Nichtbehinderte sein, über die Haltung und Einstellung gegenüber Behinderten nachzu­ denken. Eine bewusst gesuchte Begegnung zwingt uns, unser Verhalten zu reflektieren. Sie macht sensibel für die Anliegen und Pro­ bleme, denen Behinderte in unserer Gesell­ schaft täglich begegnen. Wir Frauen in der FBP möchten diese Chance wahrnehmen. Am Mittwoch, den 17. September, dürfen wir die Werkstätten Pro- tecta und den Birkenhof Agra in Mauren be­ suchen. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr beim Birkenhof. Im November sind wir dann zu Besuch in den Werkstätten Textrina und Son­ nenblume in Schaan. Wir erhalten Einblick in den Lebensalltag, in die Arbeitswelt von Menschen, die mit verschiedenen Behinde­ rungen leben müssen. Um den Nachmittag besser planen zu kön­ nen, bitten wir um Anmeldung an das FBP- ; Sekretariat Telefon Nr. 237 79 40. Vorstand der Frauen in der FBP LESERMEINUNG Auf Wiedersehen? Wir finden es sqhade, dass uns Herr Kaplan Franz Brei verlässt. Er hat in den letzten drei Jahren sehr viel für die Gemeinde Triesen- -berg und insbesondere für die Jugendlichen getan. Herr Kaplan Franz Brei ist ein offener, ehrlicher und aufgeschlossener Mensch. Die wöchentlichen Haus- und Krankenbesuche bereiteten ihm grosse Freude. Ausserdem hat er die Jugendkreuznacht, die Sternsinger und die Motorradsegnung ins Leben gerufen. Diese Dinge fanden grossen Anklang bei den Jugendlichen und Junggebliebenen. Es ist schade, dass sie nicht fortgeführt werden, denn wir sind davon überzeugt, dass auf die­ se Art für die Jugendlichen die Kirche wieder attraktiver werden würde. Wir wünschen un­ serem Kaplan Franz Brei alles Gute und Got­ tes Segen für die Zukunft und würden es be- grüssen, wenn es in einem Jahr ein Wieder­ sehen gäbe. Einige Jugendliche aus Triesenberg: Mirco Beck, Claudia Frommelt, Philipp Frommelt, Silvia Frommelt, Jan Fuchs, Marc Fuchs, Dominik Gassner, : Jürgen Schädler 
Viel zu tun in Malbun Malbunkonzept wurde Landtagsabgeordneten und Gemeinderäten präsentiert VADUZ - Die Entwicklung des Malbunkonzeptes war etwa gleich mühsam, wie eine Tiefschneewanderung ohne Schneeschuhe. Seit Jahren wird der «Schneeball» zwischen Land, Gemeinden und Bergbah­ nen Malbun hin und her gewor­ fen. Nun scheint endlich ein ers­ ter winziger Schritt in Richtung neues Malbun getan zu sein, doch ein langer Weg über eine unebene Piste wird noch folgen. «Doris Male r  ' Einige Dutzend interessierte Land­ tagsabgeordnete und Gemeinderäte sind gestern der Einladung der Fachhochschule und der Malbun- bahnen AG gefolgt und haben sich die Präsentation des Malbunkon­ zeptes angeschaut. Sie sind es letzt­ endlich, die es in der Hand haben, ob das Konzept verwirklicht wer­ den kann. Ein stolzes Sümmchen von 26 Millionen Franken würde die Umsetzung des Bahnen-, Trä­ ger* und Finanzierungskonzeptes kosten. Von dieser Summe redet man schon lange, doch nun ist das Konzept endlich soweit .ausgereift, dass entsprechende Finanzbe-Äusbaukönzept 
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Y Das Malbunkonzept beinhaltet die in der Grafik dargestellten Massnahmen. schlüsse in den Gemeinden und im Landtag gefasst werden können. Alle elf Gemeinden zusammen rriüssten 6,5 Millionen Franken übernehmen, aufgeteilt linear nach Einwohnerzahl. Der Landtag müss­ te einen Kredit von 13 Millionen Franken sprechen, die Verantwort­ lichen hoffen, dass dies bereits im kommenden Dezember der Fall sein wird. «Wichtig ist, dass je­mand 
einmal den ersten Schritt macht - sprich einen Kredit bewil­ ligt», betonte der Triesenberger Vorsteher Hubert Sele. Doch auch wenn Gemeinden und Land dem Projekt zustimmen, ist die letzte Hürde noch nicht genommen. 6,5 Millionen Franken müssten näm­ lich noch von privater Seite in das Bahnenprojekt investiert werden. Hier müsse ein Anreiz geschaffen 
werden, zeigte sich Daniel Wies­ ner, Fachbereichsleiter der Fach­ hochschule optimistisch. Man kön­ ne ja vielleicht eine Lösung finden, dass Investoren gratis in Malbun Ski fahren könnten, dachte er laut nach, betonte dann aber rasch, dass dies noch Zukunftsmusik sei. 15 Millionen für Bahnen Die grösste Investition, die in Malbun getätigt, werden müsste, wäre der Neubau der Lifte Täli und Hocheck. Nur schon dafür müsste eine Summe von rund 15 Millionen Franken aufgewendet werden. Aber auch die Beschneiungsanlage wür­ de rund drei Millionen Franken verschlingen, dies obwohl laut Hu­ bert Sele eine wirkliche Miniver­ sion geplant sei. Hubert Sele betonte, dass man sich nicht von der Summe ab­ schrecken lassen dürfe: «Es geht darum, dass man Ja sagt, zum Ski­ gebiet Malbun. Man muss sich auch überlegen, was mit den Ski­ klubs, den Hotels oder beispiels­ weise dem Jugendhaus Malbun passieren würde, wenn die Lifte nicht mehr laufen würden», so der Triesenberger Vorsteher. Schokolade statt Strafzettel Aktion zur Förderung der Schulwegsicherung RUGGELL - Das Eltern-Forum Ruggell führte gestern und heu­ te Morgen eine spezielle Aktion durch. Um die Verkehrsteil­ nehmer auf die Kinder, die schwächsten Verkehrspartner, aufmerksam zu machen, wur­ den die Automobilisten ange­ halten. «Tamara Frömmel t  - \ , ' O' . Wer gestern oder heute Morgen auf der Dorfstrasse in Ruggell etwas zu schnell fuhr, staunte nicht schlecht, als ihn keinen Strafzettel erwartete. Die Polizei hielt auf Höhe des Cafd Öhri einige Automobilisten an, vor allem solche, die zu schnell fuhren. Dort erwartete sie dann aber kein ermahnender Polizist, sondern je­ weils drei Schüler, welche die Len­ ker mit einer Zeichnung und einem «Schokolädle» auf ihren Schulweg aufmerksam machen wollten. Die Idee für die aussergewöhnli-- che Aktion stammte von Fredi Frei, Projektleiter uhd Mitglied des El- tern-Forums. Zusammen mit der Landespolizei, der Gemeindepoli­ zei Ruggell und der Primarschule Ruggell konnte nun diese Idee 
ver-Anstatt 
Strafzettel gab es gestern in Ruggell Schokolade und eine bunte Zeichnung als Appell für diejenigen die zu schnell unterwegs waren. wirklicht werden. Markus Schaper, Präsident des Eltern-Forums freute sich über die Unterstützung von allen Seiten: «Der Verkehr an der Dorfstrasse ist relativ hoch. Da sie auch ein Schul­ weg ist, wollen wir die Automobi­listen 
mit dieser Aktion sensibili­ sieren, damit sie auf die Kinder achten. Ich denke, dass die Kombi­ nation <Zuerst Schrecken - dann Erleichterung) seine Wirkung zei­ gen wird.» Die Primarschüler der 4a und 4b 
meisterten ihre Aufgabe mit Bra­ vour. Die meisten Automobilisten waren wohl froh, keinen Strafzettel zu erhalten und schmunzelten als ihnen Zeichnung und Schokolädle übergeben wurden. Markus Ott/seit vier Jahren Ver- kehrsinstruktor bei der Landespoli­ zei, erklärte die Geschwindigkeits­ messung: «Vom TCS wurde uns kostenlos ein Mobilmessgerät zur Verfügung gestellt. Es misst die Anzahl Autos und deren Geschwin­ digkeit, die auf einer Tafel elektro­ nisch angezeigt wird. Das Ganze wird dann protokollarisch erfasst und ist im Gegensatz zu den her­ kömmlichen Radarmessungen der Polizei, nicht mit einer Geldstrafe verbunden.» Ott bereitet seine Tä­ tigkeit als Verkehrsinstrukor viel Freude: «Es ist schön, mit Kindern arbeiten zu können. Ich könnte mir nichts anderes vorstellen.» Er fin­ det es erfreulich, dass es nur sehr wenige Unfälle mit Kindern gibt: «Die präventive Verkehrserziehung und Aktionen wie diese tragen viel dazu bei.» Gestern Morgen wurden Uber 100 Autos angehalten. Die höchste gemessene Geschwindig­ keit betrug 64 km/h. Mein Herz ist bereit Einsetzung von Diakon Marius Kaiser HAUSEN AM ALDIS - Am ver­ gangenen Sonntag wurde Dia­ kon Marius Kaiser aus Mauren in Hausen am Albls/ZH in einem sehr feierlichen Gottesdienst als Seelsorger eingesetzt. Neben Pater Anto Poonoly und alt Pfarrer Markus Rieder wohnten zahlreiche Gäste aus unserem Land dieser Einsetzung bei. Zur Einset­ zungs-Feierlichkeit wurde von Pfarreiratspräsident Markus Simon ein Brief von Bischof Amddde Grab verlesen. Offiziell gelte die Einsetzung nur bis zur Priesterwei­ he von Marius Kaiser, die im nächs­ ten Jahr stattfinden werde. Doch betonte Simon, dass er und sein Pfarreirat hoffe, Marius Kaiser 
län-Amtselnsetzung 
von Diakon Marius Kaiser in Hausen (ganz links). Dekan Franz Studer, Altpfarrer Markus nieder und Pfarr-Admlnlstrator Pater An­ to aus Mauren. ger in Hausen zu behalten. Einmal mehr zeigte sich in dieser lebendi­ gen Kirchgemeinschaft ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Ma­rius 
Kaiser habe bereits seit seinem Antritt am 1. August 2003 seine Arbeit mit viel Offenheit und En- ' gagement begonnen. 
Die Feier stand unter dem Motto «Mein Herz ist bereit», wie übri­ gens auch das Jahresthema der Herz-Jesu-Gemeinde lautet. Gelei­ tet wurde der Gottesdienst von De­ kan Franz Studer aus Geroldswil. Die Feierlichkeiten wurden musi­ kalisch umrahmt vom Kirchenchor, Orgelspiel und einem Bläserensemb­ le. Herzliche Grussbotschaften ka­ men von. Reto Brönnimann, dem Vorsitzenden der katholischen Kir­ chenpflege, Mario Paiano, einem Vertreter der italienisch-spanischen Gruppe, Pfarrer Jürgen Schulz und Francoise Jucker von der reformier­ ten Kirchengemeinde Hausen und nicht zuletzt von einer grossen De­ legation von Gemeindemitgliedern aus Liechtenstein. (OK)
	        

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