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Verhandlungen mit den Dertretern der Rongeffionémerber (Bauer 
und Mar Bed) wurde dann eine Uebereinftimmung erzielt 
darüber, daß der fire Anteil des Landes pro Klaffe auf 100 000 Fr. 
erhöht und die Entfhädigung für die Uebermadhung des Un- 
fernebmens mit 15000 Fr. firiert werde, während inbezug 
auf die Beteiligung des Landes an einem $lebergetoinn vorläufig 
feine Einigung erzielt wurde. 
Beyiiglich ded Mamens wurde den Rongeffionären vom 
juriftifhen Berater ge[faat, bap eine ffaatíidoe Bezeidhnung 
unerwünfcht fei, deshalb könne aucH idren Wünfchen, die Un- 
ternehmung als „Liechtenfteinifche-Kaffenlotterie“ zu bezeichnen, 
nicht ftattgegeben werden. Schließlich einigte man fid) auf ben 
Namen „Klaffenlotterie in Liechenftein.“ 
Sm weiteren wurde von der Ünternehmung die Borlegung 
aller Lofe unb Propagandafchriften zur Genehmigung verlangt 
und ihr vorgefchrieben, daß fie nur Inländer befchäftigen und die 
Waren, foweit möglich, nur im Lande beziehen dürfe. Damit er- 
flärten fidh die Rongeffionäre einverftanden, ebenfo mit der Bebdin- 
gung, in Liechtenftein ein Domizil u. einen Gerihtsftand zu wählen: 
Un der Varfaution wurde feftgebalten, trosdem die Kon- 
geffionäre fie für unnötig bezeichneten, da ja fämtlidhe Gelder bei 
der Spar- und Leihkaffe einbezahlt werden. Endlich erklärten 
die Nonzeffionäre fid) auf Berlangen aud) bereit, die aus :der 
Schweiz einlaufenden Beftellungen bis qu magimal 2000 Franken 
urlidyufenben und in den Inferaten zu fagen, daß an Schweizer 
feine Lofe verabfolgt werden. 
Sn ber NachHmittagsfigung vom 10. Auguft 1925 
wurbe-von Herrn Dr. Emil. Bed vorerft das Poftulat aufgeftellt, 
daß die Vindung auf die Rongeffion für die gange Dauer eine 
gegenjeitige fein foll, da der Staat fich nicht einfeitig binden 
fônne. Und für die Erfüllung der Verpffichtung feitens der 
YUnternebmung murde die Unlegung eines Garantiefondes in 
Qusfiht genommen, in twelden von jeder Rlaffe eine Summe 
von 25000 Fr. eingelegt werden follte. 
9Inbererjeità müffe es der Regierung fret ftehen, aus Griinden 
höherer Otaatd-Raifon ohne jede Entfhädigung jederzeit die 
Konzeffion zu entziehen, wobei namentlich an lebenswichtige 
Sntereffen des Staates gedacht werde. Die von den Konze: 
fiondren vorgejhlagenen Einfchrantungen wurden nicht akzeptiert. 
Dagecen belhloÿ die Kommiffion, ihnen infoweit entgegen zu 
fommen, als nicht nur fie, fondern auch das Land einen Betrag 
von 25000 Fr. pro Kaffe in einen Fond au legen bitte, der 
die Durchführung des Nonzeffiongvertrages garantieren würde. 
 
        

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