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fion per 100000 Franken und wies die liechtenfteinifche Landes- 
banf an, die Umfehreibung des Befrages auf die Landestajfe 
vorzunchmen. : 
Das ijf tury ein Bild ber jüngíten Creignifie bei ber 
Klaffenlotferie. Wir werden Zhnen in einer ber nüd)ften Cigungen 
ein ausführliches Erpofe über den ganzen Cachverhalt geben, 
betonen aber, daß in unferer Deutigen kurzen Mitteilung die 
wichtigjten Daten enthalten find.“ 
Der Landtag befhloß hierauf, die rückjtändigen Gehalte 
big Ende November auszablenzufafien, in der Meinung, daß 
die Regierung diefe Forderung dem Unternehmen gegenüber 
geltend machen foll. In der Folge wurden an Löhnen Fr. 4 187.45 
ausbezahlt. Im weitern wurde die Frage diskutiert, ob auch 
die einbezahlten Losgelder im Betrage von Gr. 51,644.49, 
fowie weitere Forderungen aus der vorhandenen Naution bhe- 
zahlt werden jollen, oder ob der Nonkurg über die Gefellfchaft 
eröffnet werben, oder ob ınan wegen Betrug bei der Gründung 
vorgehen foll. Diskutiert wurde auch die Frage, ob die Spar- 
und Leihkaffe alg Treuhänderin die Liquidation durchführen oll. 
Die BefchluBfafjung iiber diefe Frage wurde jedoch Hinaus- 
efchoben und vorderhand nur bejdhlofien: „Die oftfOweizerifche 
reufandgefelfchaft {oll einen Liquidationsplan aufjtellen und 
dem Landtage vorlegen. Die Regierung wird einen ausführ- 
liden Bericht ausarbeiten.“ 
Qn der gleidhen Sigung lad der Herr Regierungschef auch 
zwei Informationen über die Firma John von Glabn & Cie. 
vor, die in der deutichen Leberfegung folgenden Wortlaut haben : 
„In Ihrem Jufirage haben wir uns über bie Girma Sohn 
von Glan & (Co. 54 Weit 99rb Street, in Pier erkundigt und 
erfahren, daß Dr. ob von Glahn von der oben genannten Fir- 
ma mit Herrn Baul Grüßer, Sujenbergitrake 152, Zürich, Schweiz, 
vereinbart hat, als deflen BWertreter in New-York aufzutreten. 
Paul Griiger hatte fig bemüht, Leute hierzulande dafür qu in- 
tereljieren, Sypothefen anzufaujen, die auf Grund und Boden in 
Deutihland placiert werden fofften. Dr. von Glahn ift am Unter: 
nehmen finanziell nicht intere[fiert unb mibmet jeine 3eit jeinem 
Beruf als Phyjifer. Von einer Lofalbant, von ber fein Konto feit 
Geptember 1926 gefiihrt wurde, erhalten wir die Mitteilung, daß 
ber Erfolg des Kontos nicht gerade ein bejriedigendber war. Keine 
Yusfünfte wurden erteilt in Bezug auf die Haftung der Geldhäfts- 
inhaber und über bereits getütigte Ge[djüjte. -€s |djeint daber, 
dap die Gefchäfte ziemlich gering find.“ 
„„Wir find im Vefibe Ihrer Anfrage vom 16. Oftober 1926 
bejiiglid) der Firma John von Glahn & Co. und beehren uns, 
nen mitzuteilen, bag Dr. von Glahn am Bankgejhäfte nicht 
efeifigt iff, Jondern ein praftigierender Bhyliker ijt. &s BeiBt, er 
lei, an. einigen Grunbitiidetransafttonen in Deutid{and beteiligt 
und bie Banken, bei denen er verkehrt, teilen mit, bap bie Ge- 
[däfte unter dem von Ihnen erwähnten Namen getätigt werden. 
 
        

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