Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
19
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000062648/185/
Subsidiarität aus ökonomischer Sicht weisen, auf die sozialen Probleme, die im Wirtschaftsleben entstehen, auf Monopolisierungstendenzen und nicht zuletzt auf die Tatsache, dass man­ che ökonomisch wünschenswerten und effizienten Verhaltensweisen erst durch kollektive Massnahmen erreicht werden können.6 Diese Stand­ punkte weisen auf einen beachtlichen Interventionsbedarf seitens des öf­ fentlichen Sektors hin und widersprechen daher eher einer Subsidiaritäts- philosophie, können aber unter Umständen (z.B. im Wohlfahrtsstaat) mit einer extensiven Auslegung dieser Philosophie in Einklang gebracht wer­ den. Jedenfalls ist festzuhalten, dass im Gegensatz zur streng aromati­ schen und normativen Subsidiaritätsphilosophie der katholischen Sozial­ lehre diese Diskussionen der zeitgenössischen Ökonomie - trotz mancher ideologischer und dogmatischer Elemente - vor allem pragmatischer Natur sind und einer ständigen empirischen Überprüfung unterworfen bleiben sollten. 6 Von Bedeutung ist hier vor allem auch das aus der Spieltheorie bekannte "Gefangenen- Dilemma", wonach manche Handlungen, die für die meisten Menschen vorteilhaft sind, erst dann individuell "rational" sind, wenn sie sich generell durchsetzen. 201
        

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