Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
19
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000062648/160/
Hans Geser Dabei handelt es sich um Entwicklungen, die a) auf mesosoziologischer Ebene im Zuge des Wachstums einzelner Organisationen oder Institutionen und b) auf makrosoziologischem Niveau als ein Korrelat der langfristi­ gen sozio-technischen und kulturellen Evolution der Gesellschaft beobachtet werden können (Figur 2). Figur 2 Zentrale Kontrolle Evolution (Ges.) Wachstum (Org.) Dezentrale Kontrolle Bei gegebenen Niveaus struktureller Differenzierung (bzw. auf kurze Sicht) mag man nach wie vor finden, dass Dezentralisierungen nur auf Kosten zentralisierter Steuerungskapazitäten verwirklicht werden kön­ nen (dl, d2). Durch zunehmende Grade der Differenzierung werden aber Punkte erreichbar, die auf beiden Achsen höher Hegen, vor allem weil der Gesamtumfang aller Entscheidungsaktivitäten zunimmt, die auf die verschiedenen Ebenen verteilt werden können. Bereits in den 60er-Jahren hat Arnold 5. Tannenbaum nachgewiesen, dass bei Industriebetrieben und anderen Organisationen nicht bloss die Verteilung, sondern der Umfang an ausgeübter Kontrolle erheblich vari­ iert, und dass dieses Gesamtvolumen mehr als die Verteilung einen Ein- fluss darauf hat, wie produktiv die Organisation arbeitet und wie zufrie­ den sich die Mitarbeiter fühlen.8 Die Arbeiter ganz unten in der Hierarchie mochten erwartungsgemäss mehr Einfluss haben: überraschenderweise aber nicht auf Kosten des Managements, sondern zusätzlich zu den Managern, deren Autorität man überhaupt nicht beschneiden möchte. 8 Tannenbaum, passim. 174
        

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