Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
18
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000060765/59/
Sozioökonomiscber Kontext Liechtensteiner Wohnbevölkerung seit 1852 Quelle: Volkszählungen Liechtensteiner Ausländer 10 % der Niedergelassenen (erst möglich nach 10 Jahren als Jahresaufenthalter) wohnen schon mindestens dreissig, etwa 30 % mindestens schon zwanzig Jahre in Liechtenstein und summen überwiegend aus der Region resp. demselben Kulurkreis. Liechtenstein ist auf diese zusätzlichen Arbeitskräfte dringend angewiesen 
(Öffnung), behält die Ökonomisch interes­ santen Branchen aber den Inländern vor 
(Abgrenzung): "Diskriminierung von Ausländern wird sanktioniert mit dem Argument: erstens verdienen sie bei uns besser als bei sich zu Hau­ se, und zweitens kommen sie schliesslich freiwillig.Die ausländischen Arbeitnehmer "kommen im produktiven Alter und bewirken so eine künstliche Verjüngung der Bevölke­ rung mit entsprechenden Vorteilen für Wirtschaft und Sozialversicherungen. (Nebenbei: Von verschiedenen Versicherungsleistungen bleiben sie trotz Beitragszahlung über Jahre ausge­ schlossen.)*'*3 Der ausgelaugte Arbeitsmarkt in Liechtenstein bleibt jedenfalls auf ausländische Gastar­ beiter (Grenzgänger, Saisonniers) und Experten strukturell angewiesen. Die 
Grenzgängerbe- schäftigung hat in den letzten Jahren wegen der restriktiven Politik hinsichtlich des Auslän­ derzuzugs stark zugenommen. Im letzten Jahrzehnt wurde nur jeder vierte neugeschaffene Arbeitsplatz durch Liechtensteiner besetzt. Vor allem die annäherend 6800 Grenzgänger bringen die liechtensteinische Volkswirtschaft in eine gefährliche Abhängigkeit, zumal dieses Angebot nicht als gesichert gelten kann. In einer volkswirtschaftlichen Expertise wird inso­ fern dargetan, dass eine forcierte wirtschaftliche, soziale und auch politische 
Assimilierung von Ausländern weniger problematisch schiene als eine chronische Uberbeanspruchung des Grenzgängerventils.,JI "» Ebd., S. 282. Ebd., S. 283. Kneschaurek/Graf 1990, S. 20,38. 57
        

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