Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
18
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000060765/393/
Resümee Abkommen erfolgte, wird von mir als ein kleinstaatliches Mirakel betrachtet, das hoffnungs­ froh stimmt, was die Integrationsfähigkeit Liechtensteins betrifft. Es ist ein Indiz und eine Chance für die offene Zukunft Liechtensteins im positiven Sinne", die es zu ergreifen gilt. EWR-Vcrirag für Liechtenstein." "NeuVerhandlungen" hinsichtlich des EWR-Abkommens, du eine Paketlösung sei, könnten allenfalls technische Anpassungen beireffen. Die Verfasserin kommt daher zu dem verhalten optimisti­ schen Schluss: "Der EWR wird vorerst ohne uns in Kraft treten. Wir haben aber die Möglichkeit beizutreten, sobald eine Lösung gefunden wird, die es uns erlaubt, die Grenze zur Schweiz offen zu halten. Wo ein (politischer) Wille ist, ist hoffentlich auch ein (juristischer) Weg. Liechtenstein hat heute die Chance, den Fünfer (eine Teilnahme am Europäischen Wirtschaftsraum) und das Weggli (eine entsprechend angepasste Regionalunion mit der Schweiz) zu bekommen.* ö Gerard Batliner führte in einem Vortrag vor dem Liechtenstein-Institut (Vor der EWR-Abstimmung in unserem Land - Liechtenstein am Scheideweg. Warnung vor zu grossen Selbstzweifeln - Ja zum EWR auch nach einem Nein in der Schweiz, in: Liechtensteiner Volksblatt vom 5. Dezember 1992, S. 5/6, hier S. 6) u.a. aus: *Das Leben ist die Zukunft. Der Staat der Zukunft wird ein kooperativer und ein solidarischer sein - oder die Humandimension ver­ fehlen. ... Ich möchte ein normaler Mensch und Bürger sein, weder ein ötzi aus fremder Zeit, noch ein Gartenzwerg, noch ein klinisch gestorbener 1. Klasse-Patient, noch ein blosser Zuschauer. Möchte wie andere Verantwortung tra­ gen für diesen Kontinent. Möchte, dass der Auslander neben mir, den wir brauchen, gern zu uns kommt, weil er gleich behandelt ist, und nicht ständig auf seinen Pass schielt und bedenkt, wieviel an Lebenszeit er auf dem FL- Abstellgleis verliere. Ich möchte, dass unsere Kinder Perspektiven haben und auswärts gleichbehandeh werden und den gleichen sozialen Schutz gemessen - ein Traum, den unsere Allen und unsere Ururvorfahren nicht zu träumen wagten, der aber nicht unrealistisch ist für unsere Kinder.* 392
        

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