Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
17
Erscheinungsjahr:
1993
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000058377/25/
Politisches Wirken "So ergreift auch uns die Bewegung, weiche ganz Deutschland durchzuckt und an alle Throne klopft: auch wir wollen eine freiere Verfassung, Entlastung des Grund­ eigenthums - wir wollen in Zukunft als Bürger, und nicht als Unterthanen behandelt sein." (Von Peter Kaiser verfasste Adresse der Vorsteher und Ausschussmänner der liech­ tensteinischen Gemeinden an Fürst Alois II., 23. März 1848'*) "§ 3. Das Land kann (...) nie veräussert oder andern Staaten einverleibt werden, ohne freie Einwilligung aller stimmfähigen Bürger." "§ 6. Indem das Land zu klein und wenig ergiebig an Hilfsquellen ist, so vermag es eine monarchische Verwaltung nach dem Muster der grössern deutschen Bun­ desstaaten nicht zu ertragen. Es ist daher durch seine Natur und Gewohnheiten auf eine ganz einfache, wenig kostspielige und auf der Theiinahme des Volkes beruhende Verfassung angewiesen." "§ 7. Die höchste Gewalt wird daher von dem Fürsten in Verbindung mit dem Volke ausgeübt und zwar so: a. Die vollziehende Gewalt ist beim Fürsten, welche er durch einen Landes­ statthalter ausüben lässt, der in Verbindung mit einem Ausschuss des Land- rathes die Regierung bildet und die Verwaltung. b. Die gesetzgebende Gewalt übt mit dem Fürsten ein vom Volk frei erwählter Landrath. c. Die richterliche Gewalt üben die vom Landrath erwählten und vom Fürsten bestätigten Richter unter dem Vorsitz des Landesstatthalters." (Aus einer Verfassungsskizze von Peter Kaiser, 1848,b) -Ist einmal in den Gemeinden ein besserer Geist erwacht, wächst ihr Interesse an der Theiinahme und Berathung des Gemeindehaushalts, so ist dies die beste Vorbereitung für unsere kleine politische öffentliche Schaubühne. Die Beamten, an ihre alte An gewohnt, sehen überall Schwierigkeiten, setzen ihre angeblichen Erfahrungen den besten Vorschlägen entgegen. Auf sie muss man nicht gehen, allein das Beste des Lan­ des im Auge haben und dem guten Kerne im Volke vertrauen, wenn er auch gar sehr unterdrückt und rauh ist: er wird sich zeigen. Das Volk wird nie 'reif' sein, wenn man es nicht reif werden lassen will." (Peter Kaiser aus Frankfurt an Dr. Karl Schädler in Vaduz, 20. August 1848,c) 11 Originaladresse, unterzeichnet von Peter Kaiser als Präsident und Dr. Karl Schädler und Dr. Ludwig Grass als Mitglieder des engeren Ausschusses sowie von 109 weiteren Personen (Vorstehern und Aus- schussmännem aller Gemeinden), Hausarchiv des regierenden Fürsten von Liechtenstein, Wien, 1848/6357 (unter 1863/10370); Entwurf von Peter Kaisers Hand im Liechtensteinischen Lindesarchiv in Vaduz (LLA), Schädler Akten 264. 'k In der Handschrift Peter Kaisers, o. D., 3 fol., 9 Titel mit 25 unvollständig, LLA Peter Kaiser Akten. u LLA Peter Kaiser Akten. 29
        

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