Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
17
Erscheinungsjahr:
1993
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000058377/11/
Einleitung Die Gestalt Peter Kaisers und mit ihm seine Zeit und seine Zeitgenossen sind heute im Ganzen recht gut erforscht. Das Wissen ist umfangreich und detailliert. Dennoch sind manche Bereiche noch wenig beleuchtet, viele Fragen offen, ins­ besondere seine Jugend und sein persönliches Umfeld betreffend. Die Forschung zu Peter Kaiser kann weitergehen. Dieser Band versteht sich ebenfalls als Impuls hiefür. Ein konkrete Aufgabe sei hier gleich angeregt. Gerade die Arbeit an den in die­ sem Band versammelten Beiträgen hat gezeigt, wie sehr die Quellen zu Peter Kaiser mühsam zusammengetragen werden müssen. Wünschenswert wäre eine Gesamt­ ausgabe von Peter Kaisers Schriften, Briefen und verstreuten Publikationen. Sie würde ein ganzheitlicheres Bild vermitteln, die Forschung erleichtern, zugleich interessierten Laien und den Schulen den unmittelbaren Zugang zu Kaiser und sei­ ner Zeit öffnen. Eine solche Publikation ist noch zu leisten. Sie würde wesentlich zum eingangs postulierten Überliefern und Erforschen beitragen. Solches läge auch in jenem pädagogisch-ethischen Sinne, in dem Peter Kaiser selber sein Tun verstan­ den und aus welchem heraus er seinen Landsleuten - mit notwendigem Optimis­ mus - geraten hat, die "Unwissenheit" zu verringern und so den daraus entsprin­ genden "Eigennutz" und die "Selbstsucht" abzuschwächen, um stattdessen in allem das "Gute", die "herzliche Tugend" und die "Freiheit" zu fördern.'1 Man möchte solches Streben Peter Kaisers heute einfach als Kultur der Menschlichkeit bezeich­ nen. Diese bedarf, soll sie über das von Hans Magnus Enzensberger umschriebene "zivilisatorische Minimum"" hinausreichen, fortdauernder Pflege. Als Teil solcher kulturellen Pflege versteht sich auch dieses Buch, das aus dem zusammenwirkenden Bemühen verschiedener Wissenschafter aus Liechtenstein, Deutschland und der Schweiz um Peter Kaiser herausgewachsen ist. Der Heraus­ geber darf daher an dieser Stelle herzlich danken: Der Autorin und den Autoren für die Beiträge, dem Liechtenstein-Institut für die Organisation des "Peter Kaiser- Vortrags" 1993, der Gemeinde Gamprin für die Bereitstellung des stilvollen Kapitelsaals in Bendern für die Vorträge, der Peter Kaiser-Stifung für die Finanzie­ rung des "Peter Kaiser-Vortrags" und der vorliegenden Publikation und dem Verlag der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft für die Aufnahme in ihre Reihe der "Politischen Schriften". Peter Geiger Schaan, den 2. August 1993 Schreiben Peter Kaisers "An meine Landsleuie!" vom 25. November 1848, in: Kind (siehe oben Anm. 5), S. 35. 'Der grosse Bürgerkrieg und die Grenzen der Verantwortung', Ein Gespräch mit Hans Magnus Enzensberger (geführt von Georg Kohler), Neue Zürcher Zeitung, 12./13. Juni 1993. 11
        

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