Herausgeber:
Liechtensteiner Volksblatt 1878-2005
Erscheinungsjahr:
[1990]
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000055570/9/
Grosses soziales Engagement 
Mitten im Weltkrieg war unsere Lan- 
desmutter nach Liechtenstein gekom- 
men. Obwohl unser Land damals nicht 
direkt in die Kriegswirren miteinbezogen 
wurde, bekam man auch hier das Elend, 
das der Krieg mit sich brachte, zu spüren. 
So standen beispielsweise am Ende des 
Krieges tausende von Flüchtlingen an un- 
serer Grenze zu Österreich, welche es zu 
versorgen galt. Damals begab sich unsere 
Landesfürstin persönlich an den Ort des 
Geschehens und packte bei den Hilfelei- 
stungen mit an. Nur wenige Tage später, 
am 30. April 1945, wurde auf Initiative 
der Fürstin Gina das Liechtensteinische 
Rote Kreuz ins Leben gerufen, welches 
am 22. Juni desselben Jahres durch das 
Internationale Komitee des Roten Kreu- 
zes anerkannt wurde. 
Ausbau der LRK-Tätigkeiten 
Seit dieser Zeit konnte das LRK unter- 
Federführung der Landesmutter stetig 
ausgebaut werden. Nach und nach wur- 
den der Rettungsdienst, die Mütterbera- 
tung und Säuglingsfürsorge, das Kinder- 
heim des Roten Kreuzes ins Leben geru- 
fen. Ebenfalls an vorderster Front arbei- 
tete unsere Landesfürstin bei der Betreu- 
ung von Flüchtlingen mit, die in unser 
Land kamen, so beispielsweise im Jahre 
1956 mit der Hilfe an Ungarn-Flüchtlin- 
ge, 1968 bei der Aufnahme von tsche- 
choslowakischen und 1979, als es um die 
Aufnahme und Integrierung von 30 indo- 
chinesischen Flüchtlingen in unserem 
Land ging. Dieser bewundernswerten 
und aufopfernden Tätigkeit wurden an- 
lässlich ihres Rücktrittes aus dem Präsi- 
  
dium LRK im Jahre 1985 drei Dankes- 
briefmarken gewidmet. 
Aufbau der Heilpädagogik 
Ein weiteres Sozialwerk, dessen Reali- 
sierung durch die persönliche Förderung 
unserer verehrten Landesmutter zustan- 
dekam, ist die Heilpädagogische Tages- 
stätte, verbunden mit der Beschützenden 
Werkstätte in Schaan. Wie bei allen ihren 
Tätigkeiten war sie auch dort an vorder- 
ster Stelle dabei und legte selber Hand 
an, so beispielsweise beim legendären 
Spatenstich der Beschützenden Werk- 
stätte im Jahre 1979, als sie mit einem 
Trax die erste Schaufel Erde bewegte. 
Am 16. Februar 1971 fand auf Schloss 
Vaduz die Gründungsversammlung der 
Am 26. April 1945 begab sich die Landesfürstin an die österreichische Grenze, um sich 
  
Herzlichkeit ist eine besondere Gabe der 
Menschen, und unsere Landesfürstin hat- 
te sie. Diese ihre natürliche Herzlichkeit 
trat auch im Umgang mit älteren Men- 
schen immer wieder zutage. 
  
«Liechtensteinischen Stiftung für das Al- 
ter» statt. Fürstin Gina, die zur Präsiden- 
tin gewählt wurde, hatte einmal mehr die 
Initiative zur Errichtung eines Sozialwer- 
kes ergriffen, das eine bestehende Lücke 
schloss. Des weiteren fungierte sie auch 
als umsichtige Präsidentin der Martin- 
Tietz-Stiftung für Erziehungs- und Fami- 
lienberatung. Diese Beratungsstelle für 
Eltern, Kinder und Jugendliche wurde 
1972 gegründet. 
    
an Ort und Stelle über den Flüchtlingsverkehr zu orientieren. Sie half beim Aufbau 
einer Verpflegungsstation mit. Das Bild zeigt sie zusammen mit dem französischen 
Stadtkommandanten von Feldkirch. 
 
        

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