Herausgeber:
Liechtensteiner Volksblatt 1878-2005
Erscheinungsjahr:
[1990]
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000055570/41/
Monarchie so in ihrer Lebendigkeit be- 
wahrte. Er hat sich, wie es die neue Ver- 
fassung der spanischen Monarchie for- 
muliert, in seinem Wesen und Handeln 
als «Symbol der Einheit und der Dauer 
des Staates» als «Schiedsrichter und Mo- 
derator» verstanden. Gerade wegen sei- 
ner Bescheidenheit (wörtlich: «Der Weg, 
den ich gegangen bin, war für mich nicht 
so schwer zu gehen. Er war für mich 
vorgezeichnet. Ich habe nur diesen Weg 
mitgehen dürfen.») und seiner äussersten 
Indienststellung seiner Person, seiner 
Rechtschaffenheit und seiner Frömmig- 
keit hat er in unserer Gesellschaft so 
etwas symbolisiert wie die vertikale Auf- 
richtung. Als Verkörperung der Ge- 
schichte, der Tradition, der Kunst, des 
verfeinerten Stils, als Sprecher der Min- 
derheiten und Randgruppen ist der 
Fürst, dem politischen Wettbewerb und 
Nützlichen enthoben, nie gewöhnlich ge- 
worden. Auf diese Weise hat er über die 
Verfassungsvoraussetzungen hinaus zur 
fortdauernden Legitimation der Monar- 
chie beigetragen. 
Zahlreiche Abschiede und neue glück- 
liche Anfänge und Verbindungen im Für- 
stentum haben sich im Leben des Fürsten 
aneinandergefügt und vermischt, zuletzt 
wieder die Trauer über den Tod der Für- 
stin. Der Fürst hat unserem Land und 
Volk ohne Vorbehalte gedient. Das Volk 
wusste und weiss, dass dieses Leben 
stimmte. Nun ist der Fürst heimgegan- 
gen. Franz Josef II. von und zu Liechten- 
stein wird im Andenken unseres Volkes 
und vor der Geschichte ein grosser Fürst 
bleiben. 
Unser Landesvater war mit dem 
liechtensteinischen Volk eng verbunden 
S.D. Fürst Franz Josef Il. besuchte jeweils im Vorfeld der Staatsfeierlichkeiten die Gemeinden 
Seine tiefe Verbundenheit und Liebe 
zum liechtensteinischen Volk brachte un- 
ser verstorbener Landesvater auf viele 
Arten zum Ausdruck. Einmal war er als 
weitsichtiges Staatsoberhaupt während 
fünf Jahrzehnten um unser Wohl besorgt, 
und zum andern bewies er dem liechten- 
steinischen Volk seine Zuneigung sehr 
oft durch seine blosse Anwesenheit. Dies 
machte er unter anderem in seinen Ge- 
meindebesuchen deutlich, die ihn seit 
dem Jahre 1975 in die elf Gemeinden 
unseres Landes führten. Dort wurde er 
jeweils mit Stolz empfangen, und seine 
Besuche im Vorfeld der Staatsfeierlich- 
keiten wurden regelmässig zu Gemeinde- 
festen gestaltet, wobei oft das «halbe 
Land» zugegen war, um mit dem hoch- 
verehrten Landesfürsten einige unge- 
zwungene Stunden zu verbringen. Seine 
Besuchsreihe begann der Fürst 1975 in 
der Gemeinde Schellenberg, wo der ge- 
schichtsträchtige Ursprung unseres Lan- 
des liegt, und endete 1986 in Schaan. 
Nebenstehend ein kleiner Rückblick auf 
die fürstlichen Besuche in unseren Ge- 
meinden, wobei die Gemeinde Vaduz 
fehlt, da der Landesfürst seinen Geburts- 
tag ohnehin immer dort beging. Einen 
speziellen Besuch stattete der Landes- 
fürst der Gemeinde Vaduz anlässlich sei- 
nes 40jährigen Regierungsjubiläums im 
Jahre 1978 ab. 
    
am T M — 
Einen ebenfalls besonders herzlichen 
Empfang bereitete die Maurer Bevölke- 
rung unserem Landesvater im August 
1983. 
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Im Jahre 1985 feierten die Gemeinden Eschen und Nendeln den Fürstenbesuch mit 
einem Fest für gross und klein. 
  
Den Abschluss der Besuchsreihe bildete der Schaan-Besuch des Fürsten im Jahre 1986 
mit der Gedenkstein-Enthüllung auf Dux. 
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