Die Mitgliedschaft im 
Deutschen Bund ver- 
pflichtete den Fürsten 
Johann l., auch für sein 
Land eine landstándi- 
sche Verfassung einzu- 
führen. 
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Die Landstaándische Verfassung 
von 1818 
Aus den Wirren der Franzósischen 
Revolution stieg der General Napoleon 
Bonaparte zum Kaiser der Franzosen auf 
(1804). Er führte Frankreich zur Vorherr- 
schaft in Europa. Preussen und Óster- 
reich erlitten schwere Niederlagen 
(1805/1806). Das Heilige Rómische Reich 
Deutscher Nation wurde 1806 aufgelóst. 
Napoleon veranlasste, dass sich die 
deutschen Staaten 1806 zum Rhein- 
bund zusammenschlossen, er war 
deren Beschützer. A/s Mitglied des 
Rheinbundes wurde Liechten- 
stein im Jahre 1806 ein souverá- 
ner Staat. 
   
  
      
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Unser Staat - Das Fürstentum Liechtenstein Die Verfassung - das Grundgesetz 
1815 wurde Napoleon geschlagen und 
auf die fern im Atlantischen Ozean 
liegende Insel St. Helena verbannt. 
Auf dem Wiener Kongress 1815 suchten 
die Fürsten die alte Ordnung Europas 
wiederherzustellen und zu sichern. 
Der «Deutsche Bund» wurde Nach- 
folger des Heiligen Römischen Reiches 
Deutscher Nation. 
Die Schaffung des Deutschen Bundes 
sollte zum Ausdruck bringen, dass die 
deutschen Staaten eine Gemeinschaft 
bildeten. Der Zweck des Bundes war, 
die Unabhängigkeit und Unverletzbarkeit 
der Bundesstaaten zu sichern. Gerade 
kleine Staaten wie Liechtenstein pro- 
fitierten von diesem Schutz. Niemand 
konnte ihre Selbständigkeit bedrohen, 
ohne einen Krieg mit allen Staaten des 
Deutschen Bundes zu riskieren. 
Am 1. September 1815 gehörten dem 
Deutschen Bund 41 deutsche Staaten 
an, unter denen Liechtenstein mit 5546 
Einwohnern der kleinste war. Mitglieder 
waren nach der Bundesakte die souve- 
ränen Fürsten und freien Städte 
Deutschlands. Die Mitgliedschaft beim 
Deutschen Bunde hatte die Einfüh- 
rung der landständischen Verfas- 
sung zur Folge. Die Bundesakte vom 
8. Juni 1815 schreibt den Mitgliedern 
des Deutschen Bundes vor: «ln allen 
Bundesstaaten wird eine landstàndische 
Verfassung stattfinden» (Art. 13). 
Fürst Johann l. führte die Verfassung 
also nicht ein, weil er etwa von seinen 
 
        

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