Ausländerinnen) und die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHV- 
berechtigt: Frau mit 62 Jahren, Mann mit 
65 Jahren). 
Es ist zu erwarten, dass die völlige 
Gleichberechtigung in absehbarer Zeit 
verwirklicht wird. Der Prozess hierzu ist 
im Gange. 
  
  
  
  
  
Das Recht der freien Niederlas- 
sung war früher nicht gegeben. 
Wer seinen Wohnort verlassen wollte, 
musste die Bewilligung der Obrigkeit 
einholen. Auch heute noch finden wir 
Staaten, in denen Millionen von Men- 
schen sich nicht dort niederlassen 
dürfen, wo sie es wünschten. Tausende 
müssen dort leben, wo der Staat sie als 
Arbeitskräfte benötigt. 
Dass Grundrechte auch eingeschränkt 
werden können, wenn dies das öffent- 
liche Interesse verlangt, war früher durch 
die Vorschrift gegeben, dass Lehrper- 
sonen in der Gemeinde wohnen mussten, 
in der sie unterrichteten. Heute be- 
stehen diesbezüglich keine gesetzlichen 
Vorschriften mehr. 
Wir halten die Glaubens- und Gewis- 
sensfreiheit für selbstverstandlich. 
Das Recht, seine Religion zu bestimmen, 
war unseren Vorfahren verwehrt. So 
wurden zur Zeit der Reformation sogar 
Glaubenskriege geführt. Der Landesherr 
schrieb den Untertanen vor, welchem 
Bekenntnis sie anzugehóren hatten. 
Graf Rudolph von Sulz befahl 1529: 
«Keiner, der zu Vaduz und am Eschner- 
berg gesessen sei, soll seine Kinder aus- 
ser Landes an Anhánger Zwinglis oder 
Luthers verheiraten; sollte dies aus 
Irrtum oder Unwissenheit geschehen, so 
sollen solche, die mit Neuglàubigen ein 
Eheband geknüpft, nicht mehr ins Land 
eingelassen und darin «gehauset und ge- 
hofet» werden» (Peter Kaiser, Geschich- 
te des Fürstenthums Liechtenstein). 
  
  
  
In manchen Làndern werden heute noch 
Menschen ihres Glaubens wegen 
verfolgt. Selbst Kriege werden im Namen 
Gottes geführt. 
Das Recht der Glaubens- und Gewissens- 
freiheit gewáhrleistet, eine eigene Welt- 
anschauung zu haben; es beinhaltet aber 
auch das Recht, konfessionslos zu sein. 
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