Die Thronreden zur 
Eröffnung der alljähr- 
lichen Sitzungsperiode 
des Landtages ent- 
halten Grundsätze und 
Hinweise sowohl zur 
Tagespolitik wie auch 
zur Zukunftsgestaltung 
unseres Landes. 
Einberufung, Schliessung, 
Vertagung und Auflösung des 
Landtages 
In Ermangelung eines Selbstversamm- 
lungsrechtes hat der Landesfürst das 
Recht, den Landtag einzuberufen, 
zu schliessen und aus erheblichen 
Gründen, die der Versammlung jedes- 
mal mitzuteilen sind, auf drei Monate 
zu vertagen oder ihn aufzulósen. 
Eine Vertagung, Schliessung oder Auf- 
lósung kann nur vor dem versammelten 
Landtage ausgesprochen werden 
(Art.48). Der Landesfürst bzw. sein 
Stellvertreter eróffnet im Frühjahr je- 
weils mit einer Thronrede die Sitzungs- 
periode des Landtages. 
Der Landtag wird vom Fürsten in eige- 
ner Person oder durch einen Bevoll- 
máchtigten geschlossen (z.B. Regie- 
rungschef) (Art. 55). 
Da unser Landtag kein Selbstversamm- 
lungsrecht hat, ist es der Fürst, der ihn 
einberuft und dadurch die Grundlage zur 
Gesetzgebungstátigkeit des Staates 
schafft. Doch es liegt nicht in seinem 
freien Ermessen, den Landtag einzu- 
berufen, wenn er will, sondern die Ver- 
fassung verpflichtet ihn, zu Anfang 
jeden Jahres den Landtag einzuberufen 
(Art.49). Auch dem Volk steht das Ein- 
berufungsrecht zu. Uber begründetes, 
schriftliches Verlangen von wenigstens 
1000 wahlberechtigten Landesbürgern 
oder über Gemeindeversammlungs- 
beschluss von mindestens drei Gemein- 
den ist der Landtag einzuberufen. 
  
 
        

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