Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
1
Erscheinungsjahr:
1977
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000053938/112/
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der Monarchie zu nutzen und für die liechtensteinische Außenpolitik 
zum Tragen zu bringen. Die Fürstlichen Sammlungen beinhalten noch 
zu aktivierende Ausstrahlungsmöglichkeiten. Der Einbezug von Wirt 
schaft, Tourismus und Sport oder die speziellen Chancen einer Or 
ganisation wie des Roten Kreuzes sollen hier gar nicht aufgeführt 
werden. 
Präsenz und Selb st dar Stellung im diplomatischen Bereich 
Hier ein Wort zu den liechtensteinischen Außen Vertretungen im 20. 
Jahrhundert. Von 1919 bis 1921 bestand in Wien eine Fürstlich- 
Liechtensteinische Gesandtschaft. Für Prag war eine Vertretung vor 
gesehen. Die 1919 in Bern errichtete Fürstlich-Liechtensteinische Ge 
sandtschaft wurde 1933 aufgelöst, 1944 wieder errichtet und in neue 
ster Zeit in den Rang einer Botschaft erhoben und stellt die einzige 
liechtensteinische Außenvertretung dar. Die Wahrung der Interessen 
Liechtensteins in den übrigen Ländern ist der Schweiz übertragen. Zu 
diesem Bereich ein Vorschlag: Die schweizerischen Botschaften und 
Konsulate sind mit mehr Informationsmaterial über Liechtenstein 
auszustatten. Wünschenswert und prüfenswert erscheint die Durch 
führung einer Informationstagung in Vaduz für die schweizerischen 
Kultur-Attaches und konsularisches Personal. — Man könnte sich 
fragen, ob es nicht angemessen wäre, wenn die Schweiz in Vaduz 
gleichrangig vertreten wäre. — Ich zitiere aus einem Interview von 
Fürstl. Regierungschef Dr. Alfred Hübe im St. Galler Tagblatt vom 
10. Februar 1971: «Der Trend zu immer größerer außenpolitischer 
Aktivität besteht heute generell bei allen Staaten. Diesem Trend darf 
sich Liechtenstein nicht verschließen. Was uns fehlt, ist der entspre 
chende Apparat, der sich nicht kurzfristig aufbauen läßt. Erst wenn 
dieser Apparat vorhanden ist, kann eine bedeutend verstärkte Akti 
vität in Erwägung gezogen werden, zum Beispiel die Errichtung von 
diplomatischen Vertretungen oder die Mitgliedschaft bei internatio 
nalen Oi ganisationen.» 
Ohne hier konkrete Vorschläge zu unterbreiten, erscheint es doch 
wünschenswert, die Auslandskontaktstellen sowohl im Botschafts- 
wie Konsulatsbereich auszubauen. Solche «Antennen» Liechtensteins 
können und müssen heute gleichzeitig «Agenturen der Landeswer 
bung» sein. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die außen
        

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