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rätien und umfaßte das alte Bistum Chur. Der 
Bischof von Chur übte lange Zeit das Amt eines 
Gaugrafen aus. Dieses große Churrätien wurde der 
besseren Verwaltung wegen wieder geteilt: Ober 
und Unterrätien, denen jeweils ein Graf Vorstand. 
Doch kam es vor, daß der Gaugraf oder Herzog 
zugleich auch Graf einer solchen Grafschaft war. 
Unterrätien (auch Churwalchengau genannt) um 
faßte das Gebiet beidseits des Rheines zwischen der 
Landquart im Süden, der Klause bei Götzis (Burg 
Neuburg) und Hirschensprung (Burg Blatten) im 
Norden, Walensee im Westen und Arlberg im 
Osten. Damit war eine feste Abgrenzung eines 
Verwaltungsbezirkes gegeben. 
Dieses Unterrätien erhielt zur besseren Verwal 
tung eine nochmalige Zweiteilung in die zwei Cent 
grafschaften (Hundertschaften) „Im Boden“ und 
Drusustal. 
Die Centgrafschaft „Im Boden“ umfaßte das 
Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein, das 
Sarganserland und die Herrschaft Mayenfeld bis 
zur Landquart, Sax, Werdenberg und Wartau. 
Diese Grafschaft wurde von einem Schultheißen 
oder auch Grafen (Zentgrafen genannt) verwaltet. 
Anfänglich ließ der Kaiser Gaugrafen und Zent 
grafen regelmäßig durch seine Sendboten beaufsich 
tigen. Mit dem Zerfalle der Macht der deutschen 
Kaiser hörte dies auf, die Machtbefugnisse der 
einzelnen Grafen erweiterten sich rasch, sie wurden
        

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