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Sie führt die Aufsicht über die Lóschanstalten der Gemeinde 
und über das Läôschgeräthe. 
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Die Feuer-Kommission hat alljährlich ordentlicherweise wenig- 
stens einmal eine genaue Visitation sämmtlicher Feuerstätten, Oefen 
und Kamine, welcher Art sie immer sein mögen, sowie eine Nach- 
schau der aufgetragenen Ausbesserungen vorzunehmen. Ausserdem 
ist der Gemeinderath bevollmächtigt, ausserordentliche Untersuch- 
ungen, sei es in einzelnen Fällen oder für die ganze Gemeinde zu 
veranstalten. 
Die Feuerschau hat durch ein Mitglied der Feuer-Kommission 
unter Zuzug eines Sachverständigen vorgenommen zu werden. 
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Bei der Feuerschau ist auf das genaueste zu erheben: 
a. ob sowohl in den Privathäusern, als in den Waschhäusern, 
Fabriken, Bäckereien, Brennereien und Werkstätten von Ar- 
beitern jeder Art die Feuerstätten, Kamine, Rohrleitungen, 
Oefen und alle Feuereinrichtungen sich in durchaus feuersiche- 
rem Zustande befinden; 
b. ob Asche, Russ und Kohlen überall nur an Orten und in Ge- 
füssen aufbewahrt werden, wo keinerlei Feuersgefahr daraus 
entstehen kann; 
c. ob in den Wohnhäusern, in der Nähe von Feuerstätten, Oefen 
und Kaminen keine feuerfangenden Stoffe verbotener Weise 
aufbewahrt sich befinden; 
d. ob bei Neubauten sowohl als bei Abänderungen bereits früher 
bestandener Einrichtungen die feuerpolizeilichen Vorschriften 
gegenwärtigen Gesetzes in allen Theilen befolgt worden seien, 
endlich 
e. ob in jedem Hause zum Aufbewahren des Wassers bestimmte 
Geschirre, eine gehörig versicherte Laterne und die in diesem 
Gesetze vorgeschriebenen übrigen Löschgeräthe vorhanden sind. 
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Was bei diesen Visitationen Mangelhaftes oder Gesetzwidriges 
angetroffen wird, ist von der Feuerbeschau zu verzeichnen; gleich- 
zeitig ist dem betreffenden Hausbesitzer ein angemessener, aber 
möglichst kurzer Termin anzusetzen, innerhalb welchem er das 
Mangelbare zu ersetzen und in gehörigen Stand zu bringen hat. 
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