Paragraph 5 
Künftig soll weder ein neues Gebäude ausgeführt noch eine Hauptrepera- 
tion besonders an Rauchfängen, Härden und Feuerstätten früher vorgenom- 
men werden, bis das Oberamt hinzu die Bewieligung erteilt, das Oberamt 
hat aber entweder selbst oder durch die Gerichter die Untersuchung vor- 
nehmen zu lassen, ob der Bau oder Herstellung nach gegenwärtigen Ver- 
ordnungen angeschehen will und erst dann, wenn dieses erhoben ist, den 
Bau zu bewiligen. 
Paragraph 6 
Zur Erbauung oder Verbesserung der Feuerstütte, Ofen und Rauchfünge 
sollen nur kündige Bau und Werkmeister, bei sonstiger empfindlicher Strafe, 
so wohl der BaufUhrende selbst, als auch der unkundigen Arbeitsleute ge- 
braucht werden. 
Paragraph 7 
Mit nicht geringerer Sorgfalt muss auch auf das gesehen werden, dass 
durch Unvorsichtigkeit keine Feuersbrunst entstehen, weswegen es bei der 
empfindlichsten Strafe untersagt wird, in Dàrfern oder mehr beyselben zu 
irgend einer Jahreszeit offenes Feur aufzumachen, oder bey offenem Liech- 
te zur Nachizeit zu tréschen oder Hampf zu schleizen, Flachs zu hächlen 
oder sonst andere der gleichen Arbeiten haben. Entweder ist dies bey der 
Nacht gar zu unterbleiben, oder es dürfen nur bey Lichter in guten ge- 
schlossenen Laternen solche Arbeiten verrichtet werden.
        

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