Essévenaen M 26 juarier 1997 
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BERGGEMEINDEN 
PATENSCHAAFT-POST 
  
  
Die Zusammenarbeit mit der 
PATENSCHAFT FUR 
BERGGEMEINDEN bil- 
det einen Schwerpunkt der 
Unterstützungstütigkeit der 
Karl Mayer Stiftung, die in 
den Jahren 1982 bis 1990 
gróssere Beitrüge an über 20 
verschiedene Gemeinden ge- 
leistet hat. 
Die Erhaltung der Bergland- 
schaft - nicht als Museum, 
sondern als bestündiges na- 
tionales Lebens- und Kul- 
turgut - ist eine der vielfülti- 
gen Aufgaben der PATEN- 
SCHAFT. Mitihremgrossen 
Gônnerkreis ist sie aber auch 
ein verlässlicher Freund in 
Not und Bedrängnis. 
Die Beschreibung der aktu- 
ellen Probleme der Gemein- 
de Scheid GR, der die Karl 
Mayer Stiftung für die Schul- 
haussanierung einen Betrag 
zukommen liess, trifft die Si- 
tuation vieler Berggemein- 
den.«Inder Gemeinde Scheid 
GR, hoch über dem Talaus- 
gang des Domleschg, geht's 
überall bergauf und bergab, 
und die Natur ist hart. Den 
Einwohnern fehlt nicht nur 
eine gefahrlose Verbindung 
ins Tal, es fehlt ihnen auch 
vieles, was für eine Dorfge- 
meinschaft sonst selbstver- 
stündlich ist: ein Dorfladen, 
eine Wirtschaft, eine Klüran- 
lage, eine ordentliche Ge- 
meindekanzlei. Es fehlen 
auch die zur Bewirtschaftung 
von Wald und Alp erforder- 
lichen Erschliessungswege. 
Woran es der Bevölkerung 
aber nicht mangelt: an der 
Entschlossenheit, die Ge- 
schicke ihres Gemeinwesens 
zu meistern. Auch wenn der 
Berg der bevorstehenden 
Investitionen fast nicht zu 
überblicken ist. Die Bauern- 
schaft von Scheid ist, im Ge- 
gensatz zu vielen ähnlichen 
Berggemeinden, nicht über- 
altert: 15 hauptberufliche 
Bauern bewirtschaften die 
steilen Hünge, und die Pri- 
marschule zühlt 15 Kinder. 
Bei einem Bundessteuerer- 
trag von67 Frankenpro Kopf 
(Kanton Graubünden 712 
Franken, Schweiz 649 Fran- 
ken; Periode 1985/86) waren 
allerdings in den letzten Jah- 
ren keine Investitionen móg- 
lich. Jetzt aber wird gehan- 
delt. Vordringlich ist die Sa- 
nierung des Schulhauses. 
Spüter kommen die Güter- 
zusammenlegung und das 
Forstwegnetz. Das Schulhaus 
wird gründlich überholt, die 
kleine Turnhalle soll ins- 
künftig auch als Gemeinde- 
saal dienen, und im Dach- 
UI, alterlsche Patenschaft für begrängie Gemeinden 
  
geschoss wird eine Lehrer- 
wohnung eingerichtet. Der 
Lehrer gehört ins Dorf. So 
sind schnell einmal Kosten in 
der Höhe von einer Million 
beisammen. Die PATEN- 
SCHAFT beschloss, sich an 
den auf Scheid entfallenden 
Restkosten von 218’000 
Franken zu beteiligen. Das 
ist für Scheid, das sich übri- 
gens zum ersten Mal an die 
PATENSCHAFT wandte, 
aber erst der Anfang. Ohne 
tatkräftige Unterstützung 
durch das Unterland werden 
die kommenden grossen 
Vorhaben nicht zu realisie- 
ren sein. Das Beste und 
Schönste wäre, wenn sich ein 
oder mehrere Gönner finden 
liessen, die die Gemeinde 
Scheid in den nächsten paar 
Jahren regelmässig unter- 
stützen würden.» 
Das Betriebsjahr 1990 der 
Schweizer Patenschaft für 
Berggemeinden brachte Ein- 
nahmen und Ertrügnisse von 
total 12.3 Mio. Franken, wo- 
von 10.2 Mio. Franken für 
zweckbestimmte Beiträge 
eingesetzt wurden. Für Ver- 
waltung, Information und 
Sammelspesen wurden 1,5 
Mio. Franken aufgewendet, 
650 000.- Franken flossen in 
zweckgebundene Fonds. 
 
        

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