der Landschaft und als solche förderungswürdig. Der Silomais wird heute mit 27 Rappen pro Klafter gefördert, der neue Entwurf für Bodenbewirtschaftungsprämien sieht noch eine Förderung von maximal 18 Rappen vor. Das ist einzigartig in Europa. Hecken und Krautsäume, die eine bedeutende ökologische Funktion in der Landschaft haben, werden dagegen nicht gefördert. Im Kanton Zürich werden für Hecken mit beidseitigen Krautsäumen umgerechnet pro Klafter 70 Rappen bis Fr. 1.92 ausbezahlt. Dies sollte auch bei uns realisiert werden. Uferrandstreifen von 5 bis 10 Metern Breite müssen aus Gründen des Gewässer- schutzes extensiv bewirtschaftet werden. Entsprechende Richtlinien zuhanden der Landwirte sind behördlicherseits in Bearbeitung. Es ist jedoch den Landwirten nicht zumutbar, auf einen Teil ihres bislang intensiv genutzten Landes zu verzichten, ohne sie finanziell zu entschädigen. Naturschutz und Naturwerte sollen einen Preis haben: Für die landschaftspflegerische Tätigkeit ist den Landwirten ein angemesse- nes Entgeld zu zahlen. In diesem Sinne ist die Extensivierung von Uferrandstreifen von Bächen, Gräben, Weihern, Kanälen usw. förderungswürdig. Die Beitragshöhe sollte etwa den Prämien für die Wiesen mit Rückführungspotential entsprechen (siehe entsprechendes Programm in Bayern). Acker- und Wiesenrandstreifen von etwas 3 Metern Breite, die weniger intensiv genutzt werden als die Ackerflächen und auf welchen sich eine Ackerbegleitflora ausbreiten kann, sollten ebenfalls gefördert werden. Dies ist nicht nur aus Sicht des Naturschutzes, sondern auch im Hinblick auf die Förderung von Nützlingen für die Landwirtschaft bedeutend. Da es sich hierbei um kleine Flächen handelt, müsste die Beitragshöhe höher bemessen sein als bei anderen Förderobjekten, um einen genügend starken Anreiz zu schaffen (siehe entsprechendes Programm in Bayern). Obstbäume von überkommunaler Bedeutung werden im Kanton Zürich mit Fr. 40.— pro Baum gefördert, bei extensiver Unternutzung mit weiteren Fr. 10.—. Auch diesbezüglich ist in Liechtenstein erst noch eine Förderungslücke zu schliessen. Hanglagenprämien sind aufgrund der neuen Beitragshöhe im Gesetz über Bodenbewirtschaftungsbeiträge nach oben zu anzupassen.
        

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