zung. Diese Prioritätsordnung muss sich auch in den Bodenbewirtschaftungsprä- mien niederschlagen. Die Prämien müssen so gestaffelt sein, dass ein echter Anreiz besteht, die Moorböden standortgerecht zu nutzen, das heisst: keine Prämien für Ackerbau inkl. Silomais. Mit Vorteil werden bezüglich der Standortwahl der zu extensivierenden Flächen auf den Moorböden die zu erwartenden Empfehlungen aus dem derzeit in Revision befindlichen Naturschutzgutachten eingehalten. Kommentar zu den Bodenbewirtschaftungsprämien Zur Förderung der Diversifikation der Betriebsstrukturen (möglichst viele verschiede- ne Kulturen) sollte einerseits die Abstufung der Flächenkategorien enger sein. Statt die Kategorien 0-2 ha / 2-10 ha / > 10 ha, sollten neu die Kategorien 0-2 ha/ 2-5 ha / 5-10 ha / > 10 ha eingeführt werden. Andererseits sollte die Prämienreduktion zwischen den einzelnen Flächenkategorien deutlicher ausfallen. Im Hinblick auf die Unterstützung von Alternativ-Kulturen und die Diversifizierung ist die Prämienberechtigung auf alle Brotgetreidearten auszudehnen, also beispiels- weise auch auf Mischel und Korn. Diese Massnahme betrifft vor allem den Biologischen Landbau. Körnerleguminosen sind in der Fruchtfolge sehr wertvoll und sicher ebenso prämienberechtigt wie andere Kulturen. Darum sollten alle Körnerleguminosen, also beispielsweise auch Sojabohnen, im Gesetz berücksichtigt werden. Um einen grösseren Anreiz für den Körnerleguminosenanbau zu bieten, wäre eine Prämiener- höhung auf Fr. 2000.— gerechtfertigt. Körnermais kann in der Fruchtfolge eine sehr wichtige Kultur darstellen, weil sie viel organische Substanz liefert, weder mit Insektiziden noch mit Fungiziden behandelt wird und somit für viele Nützlinge Lebensraum darstellt. Eine Beitragserhöhung auf Fr. 1000.— wäre daher angepasst. Um nicht grosse' Körnermaisflächen pro Betrieb zu fördern, sollte dagegen ab 10 ha keine Prämie mehr ausbezahlt werden. Eine Unterstützung sämtlicher Freilandgemüse erscheint fraglich. Der direktkosten- freie Ertrag (DfE) dieser Kulturen liegt im Durchschnitt doch beträchtlich höher als bei anderen Ackerkulturen. Drescherbsen, Maschinenbohnen, Spinat und Pariserkarot-
        

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