— Die Prämien für Futtergetreide und Körnerleguminosen werden stark erhöht, während die Silomaisprämie stark reduziert wird. Moorbodennutzung und Umweltschutz In der Tot ist die landwirtschaftliche Nutzung von Moorböden eine kritische  Angelegenheit, sobald sie intensiv erfolgt. Die extensive Streuelandnutzung ist ja bekanntlich nur noch in den Naturschutzgebieten Ruggeller Riet und Schwabbrün-  nen-Äscher die dominante Nutzungsart, welche die Bodenstruktur und den Wasserhaushalt stabil hält. Die intensivere landwirtschaftliche Nutzung ist erst nach einer Entwässerung möglich. In einer Untersuchung im Rahmen des schweizeri- schen Nationalen Forschungsprogramms Boden haben Jiri Presler und Christian Gysi (Organische Böden des Schweizerischen Mittellandes. Bericht 18 NFP; Liebefeld-Bern 1989) aufgezeigt, dass die Veränderung des Wasserhaushalts und die landwirtschaftliche Nutzung der Moorböden Prozesse der Moorsackung auslösen. Die Sackungsrate beträgt in der Schweiz etwa 10 bis 30 Millimeter pro Jahr und kann 1. Meter und mehr betragen. Bei ackerbaulicher Nutzung ist die Sackung deutlich höher als bei Grünlandnutzung. Infolge der Moorsackung müssen die Drainagen in Moorgebieten periodisch tiefer gelegt werden. Die Entwässerung bewirkt eine Durchlüftung der Torfschichten, die organische Substanz des Torfes wird mineralisiert und verschwindet. Es wird Stickstoff freigesetzt, der als Nitrat in das Grundwasser oder als Stickoxid in die Atmosphäre gelangt. Hinzu kommt die Gefahr, dass bei notwendiger schneller Entwässerung Dünger und chemische Hilfsstoffe in die Gewässer gelangen können. Die Winderosionsgefahr ist bei offenen, oberflächlich trockenen Moorböden besonders hoch. Der herbstliche Föhn stellt in dieser Hinsicht auf abgeernteten Moorböden eine besondere Gefahr dar. Die Entwässerung von Moorböden führt häufig zu unterschiedlich schneller Torfsackung und somit, zu Reliefbildung mit einzelnen Tiefstellen, wo sich lokale Nassstellen bilden können, was eine neuerliche Entwässerung nach sich zieht. Eine standortgerechte Nutzung nach einer klaren Prioritätsordnung zwingt sich daher auf. Die optimale Nutzungsart ist die Extensivnutzung (Streueried). Es folgt die Grünlandnutzung (Dauerwiese) und nur in Ausnahmefällen die Ackerbaunut-
        

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