Im überarbeiteten Bericht sollten, getrennt nach einzelnen Sachgebieten, Analyse, Zielsetzungen und Erfordernisse sowie geeignete politische Instrumentarien mit Empfehlungen klar ersichtlich sein. Vaduz, 13. 9. 1989 Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (Der Vorstand der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz hat diese Stellungnahme in der Sitzung vom 11. September 1989 genehmigt.) Am 28. März 1990 wurde der Bericht der Regierung zum Postulat des Landtages vom 12. November 1986 betr. Erstellung eines landwirtschaftlichen Leitbildes für Liechtenstein im Landtag diskutiert und fand somit seine Erledigung. Abg. Josef Biedermann kritisierte das Leitbild dahingehend, dass neuere Erkenntnis- se aus den umliegenden Ländern nur 
ungenügend aufgegriffen worden seien, die Subventionspraxis zu wenig stark hinterfragt und den Aspekten des ökologischen Ausgleichs und der Nutzungsextensivierung zu wenig Beachtung geschenkt worden sei. Er fragte: «Warum findet der 'Modellfall Liechtenstein am Beispiel Landwirtschaft' aber nicht bei uns statt? Könnten wir nicht für eine europäische ökologische Landwirtschaft konkrete, durch Praxis abgestützte Handlungsanleitun- gen entwerfen? Wenn wir das vorliegende Leitbild Landwirtschaft zu einem echten Leitbild weiterentwickeln, dann haben wir eine Chance, die wir nicht verpassen sollten!» Abg. Reinhard Walser vermisste im Bericht insbesondere eine aktive Auseinander- setzung mit den Gefahren, die der Landwirtschaft aus dem europäischen Integrationsprozess und den Gatt-Verhandlungen erwachsen. Speziell erwähnte er die zukünftige Konkurrenzsituation mit 
unkalkulierbaren Risiken für die Berglandwirtschaff  wie auch die Eigenversorgung Liechtensteins, deren Stellenwert angesichts zunehmender Marktverflechtungen seiner Meinung nach verloren gehen könnte. Die Diskussion im Landtag hat gezeigt, dass der Landtag in Anlehnung an die Stellungnahme der LGU den zukunftsweisenden Charakter des Leitbildes vermisst.
        

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