— Die vorhandenen Ansätze zur Diskussion von geeigneten Instrumenten werden für den Politiker aus formalen Gründen nicht ersichtlich, weil sie im Bericht an der falschen Stelle aufscheinen. .Ein Beispiel hierfür ist der qualitative Bodenschutz. Auch Hinweise auf derzeit laufende Untersuchungen sind im Analyseteil am falschen Ort untergebracht. 
Was fehlt, ist eine nachvollziehbare, konsequent geführte Argumentationskette von der Analyse über die Zielsetzungen und Erfordernisse bis zu den möglichen agrarpolitischen Instrumenten. Solche formale Mängel erschweren die Ubersicht und das Verständnis und werden deshalb bei der politischen Umsetzung untergehen. — Weiter wird als unbefriedigend empfunden, dass der Bericht, statt Entschei- dungsgrundlagen für die Politiker zu erarbeiten, die Entscheidungen z.T. bereits vorwegnimmt. So wird z. B. festgestellt, dass eine mässig intensive Naturwiesen- nutzung bei hohem Grundwasserstand die beste Form der Moorbodennutzung darstellt, doch wird gleichzeitig festgehalten, dass «aus verschiedenen Gründen (...) nicht überall auf den Ackerbau und eine tiefgründige Entwässerung der Moorböden verzichtet werden» 
kann. 3.2 Wichtigen Zeitfragen wird ausgewichen Der vorliegende Bericht kann die in ein Leitbild gesetzten Erwartungen aus der Sicht der anstehenden, schwerwiegenden Natur- und Umweltprobleme auf der landwirt- schaftlichen Nutzfläche nicht erfüllen. Ein wichtiger Grund besteht darin, dass den wichtigsten und drängendsten Zeitfragen, zu deren Lösung die Landwirtschaft einen Beitrag leisten muss, ausgewichen wird (vgl. auch 3.3 und 3.4). — Eine Analyse der ökologischen Situation im Talraum Liechtensteins fehlt weitgehend und auf die in Mitteleuropa zur Zeit ernsthaft diskutierte Notwendig- keit zur Schaffung von naturnahen Ausgleichsflächen in landwirtschaftlichen Gunstlagen im Ausmass von 10 bis 15% wird überhaupt nicht eingetreten. Überlegungen zum Biotopverbund und eine in Konsequenz notwendige Umver- teilung der Subventionen fallen demgemäss im Leitbild weg.
        

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