7. BAROCKBAU 1633 / 44 
BAUPERIODE 3 
Die dirtte Bauperiode ist weit klarer erfassbar als die beiden 
Vorgangerinnen. Die Dispositionen dieser Zeit bestimmen heute 
noch wesentlich das Erscheinungsbild des alten Pfarrhauses, und 
dies trotz der massiven Veränderungen in der Bausubstanz des 
Hauses in der Folgezeit. 
Und dennoch beginnen die Schwierigkeiten schon beim Beginn der 
Deutung der augenfälligsten Bauteile: es handelt sich um den 
Keller A 2. Wir können sehr wohl davon ausgehen, dass der Ein- 
gang an der Nordostfassade, welcher zum Raum A 1 gehört, zu 
Lagerráumen und Kellern führtes. Die uns verbliebenen grund- 
risslichen Hinweise sprechen dafür. Wir dürfen aber nicht aus- 
schliessen, dass an der Stelle des imposanten Kellers A 2 in 
einer nicht mehr näher verfizierbaren Bauphase ein bescheidenerer 
Keller lag, der die schwierige Topographie berücksichtigt hat, 
da man den anstehenden Felsen noch nicht mit Pulver zu sprengen 
vermocht hatte. Die Bauarbeiter hátten also das Gestein mit Feuer 
und Abschrecken mittels Wasser gelockert, dann zertrümmert und weg- 
geschafft; dies ging umso leichter, als der Fels an jener Stelle 
stichig und mit Spalten versehen ist. Seit welchem Zeitpunkt in in 
unserer Gegend Pulver im zivilen:oBereich verwendet wurde, ist 
offensichtlich noch nicht hinreichend geklärt. Der Einsatz von 
Pulver und Zündschnüren bezeugt zum Beispiel eine Urkunde um 1620 
für das Kloster Pfáfers im Zusammenhang mit kriegerischen Ereig- 
nissen. 23 Im Bergwerk Gonzen aber wurde sicher nicht vor 1750 
mit Pulver Erzgestein gesprengt. 24 
 
        

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