ermuntern. Landvogt Josef Schuppler achtete eifersüchtig auf die 
Souveränitätsrechte des souveränen Rheinbundstaates Liechtenstein. 
In Bendern ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine mehr als 600- 
jährige Epoche prämonstratensischer Klosterherrschaft zu Ende. 
De facto galt der Benderer Klosterbesitz von St. Luzi in Chur nach 
1802 als säkularisiert. Das Seminar in Chur übernahm am 17. Januar 
1806 alle Rechte des Klosters. Der letzte Abt, Nikolaus Gyr, starb 
kurz danach. 2 In Bendern verschied der letzte Konventuale, Pater 
Andreas Maiser, am 20. Mai vais." Damit bestand für die Mönche von 
St. Luzi kein Bedarf mehr an Wohnraum, und die Statthalterei mochte 
fortan wohl als Pfarrhaus genügen. Doch galt es vorerst, den letzten 
Patronatsherrn, der 1814 die Nachfolge von Bayern angetreten hatte, 
Oesterreich, als Patronatsherrn zu verabschieden. 
Derweilen erwuchsen Oesterreich aus den Rechten und dem Besitz in 
Bendern immer wieder erhebliche Aufwendungen beim Unterhalt der Bauten 
auf dem Kirchhügel. In den Jahren 1827, 1828, 1832, 1839, 1841, 1859 
bezahlte das Österreichische Aerar Rechnungen für den Unterhalt der 
Pfarrkirche, des Pfarrhofes und der Gekonemtegebäude”, wenn auch 
zögernd und widerwillig. Dann, 1863, entschloss sich Oesterreich, 
alle Rechte und allen B esitz des ehemaligen Klosters St. Luzi in 
Bendern zu veräussern. Die Verhandlungen zogen sich dahin: ein Käufer 
und ein angemessener Kaufpreis mussten gefunden werden. Die Gemeinde 
Bendern-Gamprin war der nahegelegenste und interessierteste Partner 
für Oesterreich. Schliesslich einigten sich die Österreichischen Ver- 
treter und jene der Gemeinde Gamprin in Feldkirch am 8. Januar 1874, 
Nicht zuletzt dank der geschickten Vermittlung der liechtensteinischen 
Regierung über die Entschädigungssunme im Betrage von fl. 16.000, 
 
        

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