Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
15
Erscheinungsjahr:
1991
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000046681/49/
Alois Guger Die österreichische Sozialpartnerschaft: ökonomische Bedeutung und Probleme Alois Guger 
- Einleitung Ich wurde eingeladen, im Rahmen eines Koreferats aus ökonomischer Sicht zu Anton Pelinkas Vortrag über die Sozialpartnerschaft als zentrales Element der österreichischen Konkordanzdemokratie zu sprechen. Ich konzentriere mich daher auf die ökonomischen Aspekte der Thematik. Zuerst möchte ich mich allgemein mit der Rolle der Sozialpartnerschaft im Rahmen der Wirtschaftspolitik und anschliessend mit der konkreten öster­ reichischen Situation auseinandersetzen. Anton Pelinka hat in pointierter Form eine umfassende Analyse der österreichischen Sozialpartnerschaft als Kernstück der Konkordanzdemo­ kratie in Osterreich vorgestellt und eine Perspektive ihres Bedeutungsver- lusts aufgezeigt, der ich mich nur anschliessen kann. Aus politologischer Sicht mag diese Entwicklung einen positiven demo­ kratiepolitischen Reifungsprozess darstellen - ich würde auch dieser Ein­ schätzung folgen, - aus ökonomischer Perspektive würde ich diese Ent­ wicklung aber skeptischer beurteilen.. Die Bedeutung der Einkommenspolitik Der grundlegende Antagonismus zwischen Kapital und Arbeit weist im kapitalistischen System den «industrial relations», den Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Unternehmern auf Betriebs-, Branchen- und nationaler Ebene, eine entscheidende Rolle für die gesamtwirt­ schaftliche Entwicklung zu: Verteilungsauseinandersetzungen gefährden einerseits den Geldwert und die internationale Konkurrenzfähigkeit; anderseits beeinträchtigen sie aber durch ihre Wirkung auf die Ertrags­ erwartungen auch die Investitionstätigkeit und damit Wachstum und Beschäftigung. 52
        

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