Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
15
Erscheinungsjahr:
1991
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000046681/12/
Einleitung zeitig schmälert ein verändertes Wahl- und Abstimmungsverhalten die Legitimationsbasis und Kalkulierbarkeit dieser Politik. Die Legitimations­ und Innovationschancen des bestehenden Systems müssten erhöht werden. Hierzu sei u. a. auch eine flexiblere Handhabung des Konkor­ danzsystems (introvertierte Perspektive) oder ein Übergang zur Mehrheits­ politik (extravertierte Perspektive) denkbar. Urs A Itermatt begründet in sei­ nem Diskussionsbeitrag die zunehmende Angleichung der Schweiz an ihre europäischen Nachbarn, während Hans Peter Fagagnini gerade das Kon­ kordanzmuster für überlebensfähig hält. In seinen theoretischen Überlegungen zu der Frage «Kleine Sozial­ systeme - ein soziologisches Erklärungsmodell der Konkordanzdemokra­ tie?» legt Hans Geser dar, dass könkordanzdemokratische Entscheidungs­ muster unter den Bedingungen der Kleinheit funktional sind. Für Kleinstaa­ ten werde die Konkordanzdemokratie daher auch in Zukunft eine Option sein. Ulrich Klöti relativiert die Vorzüglichkeit des Konkordanzmodells für Kleinstaaten im Blick auf dessen Prämissen, Ziele, Leistungsfähigkeit und Kosten am Beispiel der Schweiz. In meinem eigenen Beitrag «Liechtenstein: Konkordanzdemokratie und Parteienwettbewerb» behandle ich die Entstehung und Funktionsweise der liechtensteinischen Koalition und gehe auf die Besonderheiten des Parteien­ wettbewerbs unter den Bedingungen der liechtensteinischen Allparteien­ regierung ein. . Arno Waschkuhn resümiert in seiner «Schlusszusammenfassung» die verschiedenen Beiträge und ihre perspektivischen Ausblicke und plädiert für eine stärkere Mischung von Konkordanz- und Konkurrenzelementen. Bedeutete der Entwurf einer Theorie der Konkordanzdemokratie eine theoretische Bereicherung der vergleichenden poEtischen Systemlehre, so wird die Reduzierung auf die Alternativen Konkordanz- und Konkurrenz­ modell heute als unbefriedigend kritisiert, nicht zuletzt weil sie den Realitä­ ten nicht gerecht wird. Der «optimale Mix» (Klöti) wird freilich nicht in der Theorie, sondern in jedem Staat in der politischen Praxis gefunden werden müssen." Dem Verlag der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft sei an dieser Stelle dafür gedankt, dass er die Beiträge des Symposiums des Liech- tenstein-Instituts in seine Reihe «Liechtenstein Politische Schriften» auf- genommen ha, Helga Mkhalsky 11 Vgl. Klöti in diesem Band. 12
        

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