Jahresbericht 20135 Gebietsfremde Pflanzen Unter «Neophyten» versteht man Pflanzen, die nicht bei uns heimisch sind, aus irgendwelchen Gründen eingeführt wurden und sich ansiedeln konnten. Als invasiv werden Neophyten erst bezeichnet, wenn sie entweder gesundheit- liche, wirtschaftliche oder ökologische Schäden verursachen. Nur etwa ein Hundertstel aller gebietsfremden Pflanzen, die zu uns kommen, fallen unter die Kategorie «invasive Neophyten». Dadurch, dass sie sich rasch ausbreiten und schnellwüchsig sind, verdrängen sie einheimische Pflanzenar- ten, die es mit dieser Konkurrenz nicht aufnehmen können. Unser Landschafts- bild verändert sich dadurch stark und wir laufen Gefahr, dass die Vielfalt an einheimischen Pflanzen abnimmt. Als Folge sind auch alle Tierarten bedroht die auf die einheimischen Pflanzen angewiesen sind. Die Biodiversität, die Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen wird dadurch bedroht, was nicht zu- letzt auch den Menschen schaden wird. Die bekanntesten invasiven Neophyten sind die Amerikanischen Goldrutenarten und das Drüsige Springkraut. Der Japanische Staudenknöterich wächst bevorzugt an Uferbereichen von Fliessgewässern. Bei seiner Bekämpfung dürfen weder Pflanzenteile ins Ge- wässer gelangen, da dies die Verbreitung beschleunigen würde, noch das zur Bekämpfung eingesetzte Gift Glyphosat. Der aus dem ostasiatischen Raum stammende Götterbaum ist ebenfalls aus Gärten «ausgewandert» und vermehrt sich nun wild. Er kann Schäden an Ge- bäuden anrichten und verdrängt durch seine Wuchskraft einheimische Pflan- zen. Im Geodatenportal der Landesverwaltung können neu auch Neophyten-Stand- orte erfasst werden. Die LGU hat die Zugangsdaten erhalten und kann sich seit Mitte des Jahres an der Erfassung beteiligen. Das Bannriet schützen Die LGU besitzt Böden im Bannriet. Diese wertvollen Magerwiesen werden von Goldruten bedroht. Leider haben sich auf unseren Aufruf im Februar keine freiwilligen Helfer gemeldet und in diesem Jahr konnte keine Bekämpfungsak- tion stattfinden. Eine Schule hat regelmässige Hilfe in Aussicht gestellt und im kommenden Jahr soll das Projekt umgesetzt 
werden. Naturwacht Durch seinen Wechsel in die Landesverwaltung ist Oliver Müller Anfang letzten Jahres als Naturwächter für die LGU ausgeschieden. Zwei Frauen aus den Rei- hen der LGU-Mitglieder, Michaela Hogenboom-Kindle und Ingrid Kindle haben sich bereit erklärt, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen. Sie haben bereits an Schulungen des Amtes für Umwelt teilgenommen. Den offiziellen Dienst treten sie erst nach ihrer Vereidigung und Einkleidung an. Die LGU wird ihre Naturwächterinnen unterstützen und sie in dieser wichtigen Aufgabe 
begleiten.Michaela 
Hogenboom-Kindle (oben) und Ingrid Kindle  (unten) sind seit ihrer Vereidi- gung am 5. März 2014 Naturwächterinnen. 
Naturwacht: Sven Beham 
Naturfotos: Josef Heeb
        

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