Jahresbericht 2013 4Umzonierungen benötigen neu ein Eingriffsverfahren In der Vergangenheit ist es aufgrund einer Gesetzeslücke vorgekommen, dass wertvolle Naturlebensräume in Bauzonen umzoniert wurden, ohne dass gleich- wertige Ersatzlebensräume geschaffen wurden. Damit dies in Zukunft nicht mehr geschehen kann, hat der Landtag auf Vorschlag der Regierung eine Ab- änderung des Naturschutzgesetzes behandelt. Der Landtag hat im Herbst 2013 das Gesetz geändert. Magerwiesen schützen Magerwiesen gehören zu unseren wertvollsten und artenreichsten Lebens- räumen. Die wenigen Standorte, die im Siedlungsraum noch verbleiben, sind durch Bautätigkeiten bedroht. Aber auch ausserhalb der Bauzonen haben viele Magerwiesen durch Überweidung, Überdüngung oder Ausbreitung von inva- siven Neophyten Schaden genommen. Die LGU setzte sich bei Begehungen, in der Magerwiesenkommission und im Gespräch mit Ämtern und Gemeinden für ihren Erhalt 
ein. Verfahren nach Naturschutzgesetz Finden Eingriffe in Natur und Landschaft, also ausserhalb der Bauzonen, statt, wird die LGU rechtzeitig darüber informiert. So können wir uns von Anfang an konstruktiv einbringen und müssen nur in sehr seltenen Fällen vom Be- schwerderecht Gebrauch machen. Werden bei einem Eingriff keine Naturwer- te zerstört, kommt es zu einem vereinfachten Verfahren und es gibt für die Umsetzung keine besonderen Auflagen vom Amt für Umwelt. Zu regulären Eingriffsverfahren kommt es, wenn tatsächlich Naturwerte betroffen sind. Die LGU setzt sich dann intensiv für die Belange der Natur ein. In diesem Jahr wurden 27 vereinfachte Verfahren begutachtet und zu 15 regulären Verfah- ren wurde Stellung genommen. Das aufwändigste Verfahren war dabei die Sanierung der ÖBB Bahnlinie entlang des Naturschutzgebietes Schwabbrün- nen/Äscher. Ausser einer schonenden Variante der Instandsetzung, wurde hier langfristig Positives für die lokale Fauna erreicht. Es entstanden Kleinstgewäs- ser für Amphibien und Kleinstrukturen für Reptilien und Kleintiere. Für die Be- wertung der Folge von Eingriffen und die Suche nach schonenden Möglichkei- ten oder adäquaten Ersatzmassnahmen arbeitet die LGU immer eng mit den jeweiligen Spezialisten zusammen. 
Natur wirksam schützen Die für das Wachstum benötigten Flächen werden in erster Linie der Natur genommen. Seit 24 Jahren verschwinden jeden Tag 214 Quad- ratmeter Naturwiesen. 
Eindrücke aus dem Naturschutzgebiet Matilaberg Verfahren nach Naturschutzgesetz regulär vereinfacht Gesamt   2001 9  9 2002 8  8 2003 11  11 2004 17  17 2005 18  18 2006 18  18 2007 9 5 (ab Nov.) 14 2008 20 16 36 2009 8 28 36 2010 20 31 51 2011 17 37 54 2012 13 29 42 2013 15 27 
42 Total 183 173 365 seit 2001 nur 2 Beschwerden mit 
LGU-Beteiligung 
Lebensräume erhalten Die LGU setzt sich für den Erhalt, die Schaffung und die Vernetzung wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen 
ein.Rostfarbiger Dickkopffalter
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.