Jahresbericht 2013 2Verführt im Marée An den Hinterleib einer Hummel erinnert die Blüte der Hummel- Ragwurz, einer selten gewordenen einheimischen Orchidee. Um sich verbreiten zu können, verführt sie Insekten. Die Vaduzer Maréewiesen, vor hundert Jahren noch Lebensraum zahlreicher Orchideen, beherbergen heute immer noch mehrere Arten. Der Betrachter, der genau hinsieht, wird sich der Faszination dieser kleinen Kostbarkeiten kaum entziehen können. Betreten darf man diese naturgeschützten Wiesen allerdings nicht. Zu empfindlich sind die zarten Orchideen. Kann sich die Blüte nicht entwickeln, weil der empfindliche Stängel geknickt oder verletzt wurde, wird sie keine Pollen produzieren und sich nicht vermehren können. Zur Verbreitung der Pollen lockt die Hummel-Ragwurz durch einen besonderen Duftstoff die Männ- chen einer Wildbienenart an, die die Blüte für ein gleichartiges Weibchen halten. So verführt und getäuscht bestäubt es die Or- chideen. Weil deren Lebensräume sehr selten geworden sind, ste- hen die Maréewiesen unter Naturschutz. Text: Monika Gstöhl, Fotos: Andrea 
Matt 
Die zarten Blüten der Hummel-Ragwurz duften für manche Insekten unwiderstehlich. Sehr selten geworden ist die Bienen-Ragwurz.10 
- 30 cm hoch wird   die Hummel-Ragwurz. Bis zu 2 cm breit kann die Lippe werden. Das Langblättrige Waldvögelein bildet bis zu 30 Blüten. 
Naturschutzgebiet seit 2012 Spitzorchis
        

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