Jahresbericht 2013 12Gewässer 
sind Lebensadern Unsere Gewässer brauchen wieder mehr Raum, damit sie ihre ökologischen Funktionen erfüllen können. Davon profi- tieren nicht zuletzt auch wir Menschen. Wanderausstellung «RheinLeben» Auf ihrer Wanderung entlang des Alpenrheins gastierte die Aus- stellung «RheinLeben» im Mai in Vaduz und Triesen. Viele Pri- vatpersonen, Familien und Schulklassen nutzten die Gelegenheit sich über unseren Alpenrhein, seine Risiken und Chancen zu in- formieren. Welche Fischarten leben im Alpenrhein? Wo brütet der Flussregenpfeiffer? Was passiert im Rhein, wenn Wasser zur Stromproduktion turbiniert wird? Diese und noch viel mehr Fra- gen wurden durch spannende Versuche, anschauliche Bilder und die kompetente Beratung der Betreuer und Betreuerinnen beant- wortet. Mitglieder des Landtages und der Regierung nahmen die Einladung der LGU zur Ausstellungseröffnung in Vaduz vor dem Landtagsgebäude an. Bei einer Führung durch die Ausstellung und dem geselligen Apéro konnten aktuelle Probleme angespro- chen und Chancen aufgezeigt werden. 
  Die Mastrilser Auen als Vorbild Die letzten naturnahen Auen entlang des Alpenrheins dienen als Vorbild für Revitalisierungen. Auen sind sogenannte «Hotspots der Biodiversität», das heisst, dass dort die Artenvielfalt beson- ders gross ist. Diese Lebensräume müssen daher gut geschützt und unbedingt gefördert werden. Seltene Pionierpflanzen wie die deutsche Tamariske sind in den Mastrilser Auen, die sich zwi- schen Untervaz und Mastrils erstrecken, ebenso zu finden, wie zahlreiche Brutpaare des seltenen Flussregenpfeiffers. Für die Plattform Lebendiger Alpenrhein bereitete Monika Gstöhl eine Exkursion in diese wunderschöne Auenlandschaft vor. Lebendiger Alpenrhein – Themenabend In der Plattform Lebendiger Alpenrhein arbeiten LGU, WWF St. Gallen, WWF Graubünden und der Naturschutzbund Vorarlberg zusammen. Gemeinsam setzen sich die Organisationen für Auf- weitungen am Rhein ein. Diese sind notwendig, damit der Fluss 
Wanderausstellung «RheinLeben» Fabio Bicker, Triesen, gewann beim Zeichen-Wettbewerb seine ökologische Funktionsfähigkeit wieder erlangt, und helfen bei der Verbesserung des Hochwasserschutzes, der zwischen Illspitz und Bodensee nicht mehr gewährleistet ist. Der Haupt- redner des Themenabends, Armin Lorenz, Gewässerbiologe der Universität Duisburg-Essen, schilderte in seinem Vortrag sehr an- schaulich seine langjährigen Erfahrungen mit Revitalisierungspro- jekten. Werden Gewässer revitalisiert, ist es entscheidend für den Erfolg, dass schon bei der Planung der gesamte Einzugsbereich eines Gewässers betrachtet und ein Gesamtkonzept erstellt wird. Ausstellung «Jeder Liter zählt» Anlässlich des Weltwassertags am 22. März 2013 organisierte die Life Klimastiftung gemeinsam mit der Miss-Earth-Schweiz-Or- ganisation und myblueplanet den Aktionstag «Jeder Liter zählt». Die LGU beteiligte sich an der Ausstellung im  Kunstmuseum und zeigte eindrücklich auf, wie viel Wasser eine Person im Liechten- steiner Unterland pro Tag verbraucht. Mehr als die Hälfte der 149 Wasserflaschen waren blau eingefärbt und wiesen auf die Bedeutung des Grundwassers hin. Es ist von hoher Qualität und kann ohne weitere Aufbereitung getrunken werden, weil die Rei- nigungswirkung des Rheins noch intakt 
ist. Vortrag «Die Kraft des Alpenrheins» Die CIPRA Jahresfachtagung in Bozen widmete sich dem Thema «Wassertrog Alpen: Wer gibt, wer nimmt und wer bestimmt?». Auf Einladung von CIPRA International ging Andrea Matt in ih- rem Vortrag «Die Kraft des Alpenrheins» darauf ein, wie der Rhein das Zusammenleben und -arbeiten der Menschen beein- flusst. Da jede Veränderung am Rheinbett grenzüberschreitende Auswirkungen hat, ist heutzutage eine Zusammenarbeit auf Re- gierungsebene und auch auf Ebene der Umweltverbände unum- gänglich. Europäische Gesetze verpflichten dazu.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.