Jahresbericht 20129 Themenwoche Alpenrhein Kein anderes Gewässer in Liechtenstein polarisiert so wie der Alpenrhein. Die einen wollen ihn stauen, um Strom zu gewinnen, die anderen wollen ihm mehr Raum geben und aufweiten. Früher fürchteten sich die Menschen vor den Rheinüberschwemmungen. Heute sind die Menschen froh über seine Wasser- dynamik, weil sie dafür sorgt, dass unser Grundwasser ohne Aufbereitung als Trinkwasser verwendet werden kann. Das zehnte Schuljahr beschäftigte sich 2012 eine ganze Woche lang mit dem Alpenrhein. Drei Gruppen durchliefen in der Woche nach Pfingsten drei Ta- gesprogramme. Unter der Führung der LGU wurde die Wanderausstellung „RheinLeben“ besucht und ein Grundwasserpumpwerk besichtigt. Mit Fragen wie „was passiert mit dem Grundwasser, wenn wir ein Rheinkraftwerk bauen“ informierten sich die sichtlich interessierten Jugendlichen beim Wassermeister über die Folgen einer Aufstauung des Rheins zur Energiegewinnung. Was lebt im Bach? Was macht ein Schüler bei strömenden Regen mit Wathosen bekleidet, bis zum Bauch im Wasser des Mühlebaches stehend, mit einem Küchensieb in der Hand? Er entnimmt aus den Wasserpflanzen Lebewesen, um diese anschlies- send zu untersuchen und die Gewässergüte zu bestimmen. So geschehen im Frühling 2012 anlässlich des Umwelttages der International School Rheintal. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Alpenrhein und Gewässer im Rhein- tal schnappten sich die SchülerInnen sogenannte Wathosen. Als Fischer „ver- kleidet“ ging es zum nahe gelegenen Mühlebach, wo Oliver Müller von der LGU den jungen Leuten erklärte, wie man Gewässer auf ihre Güte testen kann. Eifrig sammelten die BachforscherInnen Wasserlebewesen und bestimmten mittels chemischen Reaktionen den Nitratgehalt des Gewässers. Trotz schlechtem Wetter mit heftigen Regengüssen wollten alle einmal in die Fischerhosen schlüpfen und Proben nehmen. Nach dem Bestimmen der ge- fundenen Wassertiere stand fest, dass das Wasser des Mühlebaches in einem guten Zustand ist. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle dem Fischereiverein Liechtenstein, der die Wathosen gratis zur Verfügung 
stellte. Wo drückt mein Schuh? Welche Auswirkungen hat unser Verhalten auf unsere Umwelt? Viele Schüle- rinnen und Schüler wissen, dass Autofahren die Luft mit verschiedenen Schad- stoffen belastet. Dass auch die Produktion unserer Lebensmittel belastend für unsere Umwelt ist, ist oft schwer vorstellbar. Ziel des von der LGU entwickelten Kartenspiels „Wo drückt mein Schuh?“ ist es, die Auswirkungen seines eige- nen Lebensstils spielerisch erleben zu können. Die ersten beiden Schulstufen der Eschner Oberschule testeten das Spiel zum ökologischen Fussabdruck und lernten so einiges über ihr Konsumverhalten und dessen Auswirkung auf die Umwelt. Die Jugendlichen bemerkten im Lauf des Spieles schnell, welche Konsumgüter die Umwelt am meisten belasten. Bei einem zweiten Spieldurchlauf konnten sie ihr neues Wissen erfolgreich um- setzen und dadurch ihren ökologischen Fussabdruck 
verkleinern.Der 
Biber, ein richtiges Kaliber Ich bin ein Tier und ich lebe hier Wie gesagt bin ich ein Biber der Wissenschaftler nennt mich Castor Fiber In einer Höhle leb ich gern gekommen bin ich von fern Mich kann niemand finden da mein Schwanz die Spuren lässt verschwinden Auf meinem Tisch landen Pflanzen und kein Fisch Ich wohne in Ruggell   und besitze ein warmes Fell Ausgelöscht war ich lang und deshalb weg aber jetzt habe ich im Riet ein gutes Versteck Früher ausgerottet wegen der Fastenzeit aber heute lebe ich wieder in der Freiheit Mein Fett verwendete man gegen Schmerzen   und es rettete schon viele Herzen Bäume fälle ich aus vielen Zwecken   aber nicht um Menschen zu necken Wege stürzten schon über mir ein das ist für Menschen sowie für mich nicht fein In meinem Revier fühl ich mich nun wohl besonnen und werde auch nicht mehr 
mitgenommen Selina, Julia, Eliane und Hannah (Gymnasium Vaduz) haben dieses Gedicht nach einer   Exkursion ins Ruggeller Riet geschrieben. 
Foto: Gerhard 
SchwabLinks: 
Die Jugendli- chen entscheiden sich, was sie einkaufen möchten. Mitte: Eine Schulklasse erfährt, weshalb exo- tische Pflanzen nicht in ein Naturschutzge- biet gehören. Unten: Wenn Biber schwimmen, bleiben Nase, Augen und Oh- ren über Wasser.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.