Jahresbericht 2012 6Mähen für die Artenvielfalt Auch in Liechtenstein breiten sich zunehmend Pflanzen aus fremden Ländern massiv aus, verdrängen heimische Pflanzen und bedrohen so die Artenvielfalt. Einige dieser so genannten Neophyten können die Gesundheit der Menschen gefährden. Zum Beispiel kann die beifussblättrige Ambrosia Allergien auslösen. Deshalb werden invasive Pflanzen bekämpft. Für die Problematik zuständig ist die Fachgruppe Neobiota des Landes Liechtensteins. Die LGU organisierte im letzten Jahr für die Fachgruppe eine Exkursion ins neo- phytenfreie Schwerzenbacher Ried. Der Experte Thomas Winter zeigte auf, wie man dort seit mehr als 20 Jahren vorgeht und grosse Flächen von Goldruten befreite. Aber auch andere invasive Arten wie der Riesenbärenklau, der Som- merflieder und das drüsige Springkraut sind dort verschwunden. Im Herbst startete das Land die Aktion „Mähen für die Artenvielfalt“. Goldru- ten wurden in unter Naturschutz stehenden Flächen gemäht oder von Hand ausgerupft. Auch der japanische Knöterich wurde im ganzen Land bekämpft. Aktuell sucht die LGU Freiwillige für eine Arbeitsgruppe, um gegen die Neo- phyten im Gebiet Bannriet 
vorzugehen. Naturwacht Eine Naturwächterin oder ein Naturwächter klärt die Bevölkerung über Natur- und Landschaftsschutz auf, sensibilisiert für einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und achtet darauf, dass die Gesetze eingehalten werden. 2010 wurde eine neue Gesetzesgrundlage für die Naturwacht geschaffen. Natur- und Umweltorganisationen aus Liechtenstein können bis zu acht Personen als Naturwächter vorschlagen. Die LGU nominierte Oliver Müller. Im Januar 2012 wurden die neuen Naturwächter vereidigt. Da Oliver Müller seit Februar 2013 in der Landesverwaltung den Bereich „Natur und Landschaft“ leitet, muss die LGU die Position neu 
besetzen. Keine Haustiere aussetzen Im Juni machten die Botanisch-Zoologische Gesellschaft Liechtenstein-Sar- ganserland-Werdenberg, der Fischereiverein und die LGU in einer Pressekon- ferenz gemeinsam auf die Problematik aufmerksam, dass trotz gesetzlichem Verbot immer wieder Haustiere ausgesetzt werden. Meist geschehe so etwas aus Überforderung. Markus Risch erklärte: „Tiere brauchen sehr viel Pflege. Auch können manche ein recht hohes Alter sowie eine enorme Körpergrösse erreichen. Sie sind dann nicht mehr die niedlichen, putzigen Tiere, welche sie mal waren.“ Rainer Kühnis empfahl, nicht heimische Tiere zu fangen und im Tierschutzhaus abzugeben. 
Foto: Patrik Dentsch 
Foto: Patrik 
Dentsch 
Rechts: Mit viel Hand- arbeit bekämpfte ein Team Goldruten in den   Naturschutzgebieten. Unten: die gelben   attraktiven Goldruten gehören zu den   invasiven Pflanzen. Unten Mitte: An den Stellen, an denen die Goldruten ausgerupft worden waren,   blühten schon kurz   darauf zahlreiche Herbstzeitlosen. Oliver Müller: „Mir gefällt, dass ich für die Naturwacht draussen unterwegs bin und mit vielen Menschen ins Gespräch komme.“
        

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