Jahresbericht 2012 14S-Bahn FL.A.CH Der Vorstand behandelte 2012/13 mehrfach das S-Bahn-Projekt FL.A.CH und lud die Mitglieder im Dezember 2012 zu einer Präsentation des Projektes durch die Regierung mit anschliessender Diskussion ein. Die LGU unterstützt den Doppelspurausbau und ist überzeugt, dass sich die S-Bahn im Sinne einer nach- haltigen Entwicklung positiv auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt auswirkt: •DieS-BahnbringtderRegioneinenWachstumsimpuls. •DasbestehendeStrassennetzwirddurchdieS-Bahnentlastet. •DasProjektsichertdieguteErreichbarkeitfürdieWirtschaft. •BerufstätigeausderRegionkönnengleichschnellwiemitdemAutound umweltfreundlich ihre Arbeitsplätze in Liechtenstein erreichen. •DieLärmbelastungverringertsich,weilGleisanlagenerneuert,Lärmschutz- wände errichtet und weniger Güterzüge als ohne S-Bahn fahren werden. •DieS-BahnFL.A.CHistdasRückgratfüreineErschliessungderRegion.Sie eröffnet die Möglichkeit für einen Doppelspurausbau zwischen Buchs und Sargans und eine Weiterführung durch das Liechtensteiner 
Oberland. Letzetunnel - Stadttunnel Feldkirch - Tunnelspinne Um im laufenden Verfahren zur Prüfung der Umweltverträglichkeit teilnehmen zu können, hat sich die LGU 2012 in Wien als Umweltorganisation anerkennen lassen. Aktuell bereitet sich die LGU zusammen mit dem VCL Verkehrs-Club Liechtenstein und der Plattform Letzetunnel darauf vor, zum Umweltbericht, der im Sommer 2013 aufgelegt werden soll, eine Stellungnahme abgeben zu können. Das Projekt, an dem seit fast 30 Jahren geplant wird, hat inzwischen viele Namen. Offiziell heisst es nun „Stadttunnel Feldkirch“. Da vier Tunnelarme mit einem Kreisel verbunden werden, wird es auch „Tunnelspinne“ 
genannt. Strassenverbindung Vaduz-Triesen Das Tiefbauamt plant seit längerem den Bau einer neuen Strasse. Sie soll von der Rheinbrücke über das Industriegebiet nach Triesen verlaufen und so die Umfahrung des Aukreisels Vaduz und der Landstrasse ermöglichen. Dazu fand eine Strategische Umweltprüfung statt. In zwei Stellungnahmen wies die LGU 2012 und 2013 darauf hin, dass die geplante Strassenverbindung die zentrale Problematik, das zu hohe motorisierte Verkehrsaufkommen am Engpass Rhein- brücke/Anschluss Sevelen, nicht lösen kann, sondern sogar noch verstärkt. Deshalb empfiehlt die LGU, das Vorhaben aufzugeben. Studie Schlussoptimierung Rheinübergänge Die von den Tiefbauämtern Liechtensteins und St. Gallen in Auftrag gegebene Studie weist auf Kapazitätsgrenzen hin und führt aus, dass bei Fortsetzen des Entwicklungstrends der letzten Jahre und bei Beibehalten des Verkehrsverhal- tens die verbleibenden Kapazitäten spätestens in 5 bis 10 Jahren aufgebraucht sein werden. Die Schweiz werde die Autobahn A13 nicht ausbauen. Feinstaub macht krank Am Mittwochvortrag der Liechtensteiner Ärztekammer sprach Thomas Rothe, Chefarzt für innere Medizin und Pneumologie an der Zürcher Höhenklinik in Davos, über die Zusammenhänge von Luft, Lunge und 
Gesundheit. 
Vielfältig   mobil sein „Jeder Kilometer, der mit öffentli- chen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto zurückgelegt wird, ist ein   Beitrag zum Schutz unserer Umwelt.“ LGU-Grünbuch, 1987 Das Auto im Mittelpunkt In den vergangenen Jahren wurde vor allem in den Strassenbau investiert. Mit dem Ergebnis, dass in Liechtenstein heute dreieinhalb mal so viele Fahr- zeuge zugelassen sind wie bei der Gründung der LGU. Obwohl unser Strassennetz gut ausgebaut ist, kommt es in Spitzenzeiten zu 
Staus. Hohe Schadstoffbelastung Trotz Zunahme des Verkehrs sinken die Schadstoff- emissionen absolut betrachtet, so zum Beispiel Stickoxid von 712 t im Jahr 1990 auf 635 t in 2009. Das darf jedoch nicht als Entwarnung gesehen werden. An verkehrsbelasteten Standorten wie an der Essanestrasse in Eschen, werden Grenzwerte nach wie vor überschritten, was die Gesundheit der Bevölkerung 
gefährdet. Alternativen fördern Damit mehr Menschen zu Fuss, mit dem Rad, Bus oder Zug unterwegs sind, setzt sich die LGU für die Stärkung dieser Alternativen ein. Dazu engagiert sie sich für ein sicheres, naturverträg- liches Radwegenetz und die S-Bahn FL.A.CH Ein Strassenneubau wird dann akzeptiert, wenn die Notwendigkeit nachgewiesen wurde (Bei- spiel Mini-Umfahrung Engelkreuzung Nendeln). Die LGU wehrt sich gegen die Tunnelspinne   Feldkirch (Letzetunnel), da diese in Liechtenstein massiven Mehrverkehr erzeugt und so zusätzli- chen Stau an den Rheinbrücken verursacht.
        

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