Jahresbericht 2012 12 Gewässerschutz „Über eine Neugestaltung des Rheins kann daher nachgedacht werden: Ausweitung der Hochwasserdämme, Einbeziehung von Auwäldern, Flachuferbereiche, Einbau von sanft abfallenden Sohlschwellen...“ LGU-Umweltbericht, 1994 Stark beeinträchtigte Gewässer Bäche und Giessen im Talraum sind trotz guter Wasserqualität häufig stark beeinträchtigt: •unbefriedigenderbiologischerZustand •eingehaltenechemischeQualitätsziele •bisaufwenigeAusnahmeguteWasserqualität •DefizitebeimökomorphologischenZustand,also bei der Struktur (Beschaffenheit von Sohle, Ufer und Umland sowie Vernetzung und Beeinflus- sung durch den 
Menschen) Wertvolles Trinkwasser Gut die Hälfte des Trinkwasserbedarfs in Liechten- stein wird heute aus den Grundwasservorkommen des Rheintals gedeckt. Während die Quellwasser- ressourcen in Liechtenstein weitgehend ausge- schöpft sind, weist das Grundwasservorkommen noch bedeutende ungenutzte Reserven aus. Auf- grund des Klimawandels und der dadurch erwar- teten geringeren Niederschlagsmengen wird die Bedeutung des Grundwassers noch 
zunehmen. Bäche, Giessen und Rhein auf- werten und Trinkwasser sichern Die LGU setzt sich für Aufweitungen ein, da die- se den Zustand der Bäche, der Giessen und des Rheins aufwerten und die Lebensbedingungen für Tier und Pflanzen verbessern. Der Schutz und die Erhaltung der wertvollen Grundwasservorkommen für unser Trinkwasser hat höchste Priorität. Da Staustufen im Alpenrhein die Grundwasser- qualität gefährden und den Natur-Lebensraum verschlechtern, lehnt die LGU Staustufen 
ab.Wanderausstellung 
„RheinLeben“ Welche Bedeutung Rhein, Kanal, Bäche und Giessen haben, können Jung und Alt an der Wanderausstellung „RheinLeben“ spielerisch erleben. Sie zeigt auf, welche Massnahmen nötig sind, damit der Alpenrhein seine Aufgabe als Le- bensader wahrnehmen kann. Die Wanderausstellung stand 2012/13 im Zen- trum der Tätigkeiten von „Lebendiger Alpenrhein“. In dieser Organisation engagieren sich LGU, WWF Graubünden und St. Gallen, Pro Natura St. Gallen- Appenzell und der Naturschutzbund Vorarlberg für ein gutes Leben am 
Rhein. Trübes Wasser von Baustellen In den letzten Jahren kam es so häufig zu Gewässertrübungen durch Baustel- len, so dass die LGU auf die Problematik mit einer LIEWO-Seite aufmerksam machte. Thematisiert wurde die Fragestellung, ob gesetzliche Grenzwerte des Feinstoffanteils bei Baustellenabwasser-Einleitungen überschritten werden. Weil in solchen Fällen ein Gewässergrund verschlammt, entstehen Schäden. Fi- sche und Krebse beispielsweise können ersticken. Als Reaktion kam es zu wei- teren Berichten in den Landeszeitungen. Naturbewusste Menschen meldeten Trübungen beim zuständigen Amt. In der Folge wurden Übertretungen geahn- det. Bei einer Baustelle kam es sogar zu einem Baustopp. Die LGU-Reportage trug so ihren Teil dazu bei, dass sich die Situation ein wenig verbessert 
hat. Ein naturnaher Alpenrhein hat Vorteile Von der Illspitz bis zum Bodensee soll der Hochwasserschutz verbessert wer- den. Gleichzeitig will das Projekt RHESI die Ökologie verbessern und für die Bevölkerung einen wertvollen Erholungsraum schaffen. Die LGU wurde in die Planung miteinbezogen und hat eine Stellungnahme abgegeben. Sie spricht sich für die Variante aus, die eine vollständige Aufweitung bis zu den Däm- men mit vier Dammabrückungen kombiniert. Es ist erwiesen, dass ein naturnah gestalteter Flussraum den Hochwasserschutz gewährleistet und zu niedrigen Pflege- und Instandhaltungskosten 
führt.Spielerisch 
erleben Jung und Alt, wie Ge- wässer Lebensräume verbinden. 
Seit Jahren stellt die LGU Gewässerverun- reinigungen fest.   2012 kam es sogar zu einem Fischsterben in der Samina.
        

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