Jahresbericht 2011 
Goldrute und andere invasive Arten in Naturschutzgebieten Pflanzen aus fremden Ländern, die sich massiv ausbreiten und heimische Pflanzen ver- drängen, zählen zu den so genannten invasiven Arten. Die aus Kanada stammende Gold- rute dominiert heute grosse Bereiche unserer geschützten Gebiete. Bereits vor über 25 Jahren begann man deshalb im Ruggeller Riet, Goldruten von Hand mit der Sense zu mähen. 1994 startete ein Feldversuch zu ihrer Bekämpfung. Weil man den Aufwand im Vergleich zum Erfolg für zu gering erachtete, stellte man 2004 die aktive Bekämpfung ein und beobachtet seither nur noch. Experten sind jedoch wie die LGU der Meinung, dass ein Erfolg schon darin besteht, wenn die weitere Ausbreitung verhindert werden kann. Ohne Bekämpfung wird sich die Goldrute weiter ausdehnen und geschützte Pflanzen verdrän- gen. Seit Inkrafttreten des Organismengesetzes 2011 ist die Regierung zur Bekämpfung verpflichtet. Die neu gegründete Fachgruppe Neobiota erhielt den Auftrag zur Ausarbei- tung eines Konzeptes. Die LGU begleitete die Fachgruppe an einer Exkursion mit einem Schweizer Experten ins Ruggeller Riet und nahm an einer Sitzung der Fachgruppe 
teil. Biodiversitätsstrategie 2020 vermisst Mit der Agenda 2020 bekannte sich die Regierung im Oktober 2010 dazu, eine Biodiver- sitätsstrategie zu lancieren. Erfreulicherweise veröffentlichte sie dann tatsächlich die Bio- diversitätsstrategie 2020 auf der Homepage des Landes. Die LGU war bei der Erarbeitung der Strategie dabei und begrüsst die dort formulierten Ziele. Sie sind für eine nachhaltige Entwicklung des Landes wichtig. Leider wird der Link zur Biodiversitätsstrategie 2020 seit einiger Zeit vermisst. Die LGU hofft, dass damit nicht auch das Agenda-Bekenntnis der Regierung verschwunden ist und die wichtige Strategie bald wieder 
auftaucht. Naturschutzgebiet Matilaberg Im UNO-Jahr der Biodiversität 2010 setzten sich die LGU und die Botanisch-Zoologische Gesellschaft (BZG) gemeinsam intensiv für ein neues Naturschutzgebiet ein. Sie erarbei- teten einen Schutzantrag für das Gebiet „Matilaberg“ und überreichten diesen dem Amt für Wald, Natur und Landschaft und der Gemeinde Triesen. Nach 33 Jahren gelang es erst- mals wieder ein Gebiet langfristig zu sichern. Am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2011, wurde der „Matilaberg“, ein äusserst artenreiches Hangmoor, unter Naturschutz gestellt. LGU und BZG bedanken sich bei den Personen, die ihre Grundstücke unter Schutz stellen lassen, und den Menschen, welche bereit sind, Matilaberg so zu bewirtschaften, dass die seltenen Pflanzen dauerhaft geschützt werden. Weiters dankt die LGU den politischen Entscheidungsträgern, der Bürgergenossenschaft Triesen, den in der Landesverwaltung zuständigen Personen sowie der Regierung. Grasfroschpaar auf LaichwanderungJürgen 
Kühnis5 Pflanzendetails und Landschaftsbilder Matilaberg: Mario Broggi
        

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