Jahresbericht 2011Gewässerpflegeeinsätze Balzner Giessen Im Winter vor drei Jahren floss das Wasser im Binnenkanal zwischen Balzers und Triesen nur noch knöcheltief. Grosse Schuld daran hatten Fliessbarrieren in den Balzner Giessen, welche das Wasser stauten und versickern liessen. Auch letztes Jahr kämpften deshalb wieder Mitglieder der LGU, des Fischereivereins Liechtenstein und der Botanisch-Zoologi- schen Gesellschaft an insgesamt vier Halbtagen mit Heckenscheren und Fuchsschwänzen bewaffnet gegen die Blockaden an. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle an die Ge- meinde Balzers, das Amt für Wald, Natur und Landschaft und natürlich allen Helfenden der drei Vereine, welche diese Aktion unterstützt 
haben. Landschaftsprojekt Nendeln Die LGU besitzt in Nendeln im Gebiet „Hausteile“ Grundstücke, auf denen ein Biotop- vernetzungsprojekt entstehen sollte. In Zusammenarbeit mit der Bürgergenossenschaft Eschen, dem Förster der Gemeinde Eschen und der Jägerschaft wurde die Vernetzung auf anderen Parzellen in die Wege geleitet. Nun soll ein Grundstückstausch zwischen der Bürgergenossenschaft und der LGU folgen. Die LGU wird Böden im „Bannriet“ erhalten und kann sich in Zukunft dort für Aufwertungsmassnahmen einsetzen. Die Verhandlun- gen über den Bodentausch sind bereits weit vorgeschritten, weshalb die LGU hofft, den Tauschvertrag bald unterzeichnen zu 
können. Spritzzug Seit vielen Jahren setzen die ÖBB zur Bekämpfung des Pflanzenwuchses auf den Bahnglei- sen einen Spritzzug ein. Dieser versprüht Unkrautbekämpfungsmittel. Im Mai 2010 waren kurz nach der Spritzfahrt Groppen und unter strengem Schutz stehende Dohlenkrebse tot. Elf Monate dauerte es, bis die Verantwortlichen der ÖBB und das Amt für Umwelt- schutz bei einer Begehung feststellten, dass die im Computer gespeicherten Daten nicht mit der Realität übereinstimmten. Deshalb waren Pflanzengifte in die Gewässer gelangt. Die für Mai 2011 schon fix geplante Spritzfahrt konnte kurzfristig gestoppt werden. Mitte November 2011 wurde die Strecke neu vermessen. Zwei Monate später erhielt die LGU die Einsatzpläne zur Prüfung. Gemeinsam mit dem Amphibienkenner Jürgen Kühnis, ei- nem Gewässerexperten und der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft wurden die Pläne überarbeitet und nach zwei Wochen an die ÖBB retourniert. Wir sind zuversichtlich, dass der Spritzzug in Zukunft fährt, ohne geschützte Pflanzen und Tiere zu 
gefährden. 
Naturschutz Ein Viertel der Pflanzen, 40 Prozent der Vögel und zwei Drittel der Fische, Amphibien   und Reptilien sind in Liechtenstein gefährdet. Deshalb ist Naturschutz so wichtig.   In Schutzgebieten finden Tiere Zuflucht, Flora und Fauna kann sich ungestört entfalten. Wiese mit Klappertopf und Sumpfgladiolen (Detail)Matilaberg, Vorgelände Hummelragwurz 
4Rudolf Staub
        

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