Netzwerk Verkehr Die LGU steht ein für eine nachhaltige Entwicklung des Verkehrs in Liechtenstein und in der Region. Wir profitieren von der fachlichen Tiefe des Verkehrs-Clubs Liechtenstein und ver- schiedener kleinerer Gruppierungen im Land. Mit Bündner, St.Galler und Vorarlberger Ver- kehrsorganisationen pflegen wir einen regen Informationsaustausch und führen gemein- same Aktivitäten und Kampagnen 
durch. Netzwerk Alpenrhein Gemeinsam mit dem WWF Graubünden und St.Gallen, Pro Natura St.Gallen Appenzell und dem Naturschutzbund Vorarlberg engagieren wir uns für mehr Leben im und am Alpenrhein. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bereichert nicht nur die Vielfalt im jährlichen Ver- anstaltungsprogramm. Der Informationsaustausch ist auch für die politische Arbeit 
wertvoll. Netzwerk Alpenschutz Die Umsetzung der Alpenkonvention ist ein wichtiges Anliegen der LGU. Wir sind verant- wortlich für die Geschäftsstelle von CIPRA Liechtenstein, der nationalen Vertretung der in- ternationalen Alpenschutzkommission CIPRA. CIPRA Liechtenstein ist ein Verbund von zehn Liechtensteinischen Organisationen, die im Bereich Natur, Naturschutz und Umweltschutz tätig sind: die Botanisch-Zoologische Gesellschaft Liechtenstein-Sargans-Werdenberg, der Fischereiverein Liechtenstein, der Liechtensteiner Alpenverein, der Liechtensteiner Forstver- ein, die Liechtensteiner Jägerschaft, der Liechtensteinische Imkerverein, die Liechtensteini- sche Gesellschaft für Umweltschutz, der Liechtensteinische Ornithologische Landesverband, die Solargenossenschaft und der Verkehrs-Club Liechtenstein. Netzwerk Umweltbildung Die LGU pflegt mit zielverwandten Organisationen in den Nachbarländern Schweiz, Öster- reich und Deutschland einen regen Austausch. Im Land arbeiteten wir bei unseren Umwelt- bildungsaktivitäten im Jahr 2007 zusammen mit der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft, dem Küefer-Martis-Huus, dem Haus Gutenberg, der Didaktischen Medienstelle, mit zahlrei- chen Lehrkräften und Mitarbeitenden des Landes und der Gemeinden. Netzwerk Solidarität Die LGU ist die liechtensteinische Anlaufstelle für umwelt- und entwicklungspolitische Anlie- gen von Nichtregierungsorganisationen aus dem nahen Ausland. Zusammen mit dem Verein «Welt und Heimat», der Aktion «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» und der «Erklärung von Bern» thematisieren wir die Kehrseite der bilateralen Freihandelsabkommen der EFTA- Staaten. Sie enthalten Bestimmungen zum Schutz des geistigen Eigentums, welche für die medizinische Versorgung und die Landwirtschaft in Entwicklungsländern verheerend sind. 
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Jahresbericht 2007 2Jahresbericht 2006 
Jahresbericht 
2007Netzwerk Die LGU pflegt einen regen Kontakt zu anderen Organisationen. Informations - austausch, gemeinsame Lösungssuche und koordinierte Aktionen bringen Mehrwert für alle – ganz im Sinn der 
Sache.Durch die Weise, wie wir den Dingen und Menschen Achtsamkeit schenken, wählen wir, welche Art von Welt wir bewohnen. Gabriela Köb, Bildungsleiterin Haus Gutenberg Balzers 
keinen weiteren internationalen Umweltabkommen mehr beizutreten. Über diese unerfreu- liche Entscheidung freuen sich bestimmt die EFTA-Handelspartner Island und 
Norwegen. Bis zum letzten Tropfen Öl Die Erdölvorräte sind endlich. Die maximale Fördermenge ist erreicht, neue ergiebige Ölfel- der werden kaum mehr gefunden. Der «Peak Oil» ist da, die Zeit der billigen Energie Vergan- genheit. Die LGU hat zusammen mit dem Filmclub Takino den Film «Oil Crash» gezeigt, Re- gisseur Basil Gelpke gab Auskunft. Im Dezember kam dann – auf Einladung von VCL und LGU – der renommierte Erdölexperte Colin Campbell nach Liechtenstein. Peak Oil sei ein Wendepunkt für die Menschheit, und dieser Umstand verdiene höchste Beachtung. Finden wir auch. Es gilt nun, die Wende zur Ära der teuren Energie umsichtig vorzubereiten und ver- nünftig zu planen. Beim Verkehr heisst dies: Investitionen in Strassenbau sind Fehlinvestition. Nur eine Ausbauoffensive im öffentlichen Verkehr sichert unseren Wohlstand. Sündenbock LGU Ein Märchen erhitzte die Gemüter. Die Bergbahnen Malbun AG erstellten am Sassweg im Malbun illegal einen Märchenweg. Zehn Tafeln, jede für sich ein stattliches Bauwerk mitten in der artenreichen Berglandschaft. Das zuständige Amt war schnell zur Stelle und drohte mit einer Abbruchverfügung. Der Sündenbocksuchreflex auf den Leserbriefseiten spielte wie gewohnt. Schuld am Fiasko sei die LGU. Dem ist nicht so, an sich unterstützen wir eine sol- che Anlage. Aber nur an einem Standort, an dem die Landschaft bereits intensiv belastet ist. Davon hat es genug im Malbun. Die Bergbahnen tun gut daran, auch im Sommer ein attrak- tives Erholungsgebiet für Familien zu bieten. Denn künstlich beschneite Skigebiete in mittle- rer Höhe haben keine Zukunft. Der Alpenraum ist besonders stark von der Klimaerwärmung betroffen. Vielfalt im Berggebiet Ein Märchen der anderen Art erhitzte die Phantasie von 25 Schulkindern. Die zehn Tagespro- gramme des LGU-Pilotprojekts «Wir Kinder wollen hoch hinaus» sind nämlich alle in eine Rahmengeschichte eingebettet. Im Mai schaffte die LGU einer Schulklasse im Malbun auf spielerische Weise Zugang zum Thema «Biodiversität». Das Ende unseres Märchens ist offen. Überwindet der Protagonist seine Sehnsucht nach Monokultur? Vielfalt ist dort, wo Grenzen und Übergänge sind. Dort, wo das eine aufhört und das andere beginnt: an Wald- und Wie- senrändern, Gräben und Bächen. Die Kinder diskutierten in einer Zukunftswerkstatt über ihre Visionen. Sie lernten, dass sie selber ihre Umwelt mitgestalten 
können. 
Mit dem letzten Tropfen Öl wird man nichts Besonderes anstellen. Colin Campbell
        

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