2Jahresbericht 2006 
Jahresbericht 2006spannt sich die weite Ebene des Rheintals, mit einem überraschend vielarmigen, gezopften Rhein in einem hellen Kiesbett, das von Auenwäldern zu beiden Seiten bedrängt wird. Inmit- ten der Alpen spüren die Jugendlichen die Wildheit der ursprünglichen Landschaft und bli- cken fasziniert auf eine längst vergangene Zeit. Sie erhalten das Gesehene und Erlebte auf Zeichnungen für die Nachwelt. Das geschah während einer Phantasiereise zum Programm «Landschaftsentwicklung» im Rahmen unseres umweltpädagogischen 
Pilotprojektes. Unfaire Freihandelsabkommen Die LGU lud in Vaduz Politiker und Politikerinnen zu einem Lunchgespräch ein. Sie lernten die andere, etwas weniger rosige Seite von bilateralen Freihandelsabkommen der EFTA mit Entwicklungsländern kennen. Gäste aus Indonesien und Thailand berichteten, dass diese Abkommen in ihrer Heimat die Privilegien von multinationalen Konzernen sichern und die Interessen der mächtigen Regierungen stützen. Die Liberalisierung des Finanzsektors ver- stärke diese Ungleichgewichte noch zusätzlich. Die Anliegen der Bevölkerung werden zu we- nig berücksichtigt. Die Bestimmungen zum geistigen Eigentum untergraben die medizini- sche Versorgung, verhindern die Selbstversorgung unzähliger Kleinbauern und zerstören die Artenvielfalt der 
Kulturpflanzen. Ostermalereien Artenvielfalt im Garten – unter diesem Motto waren wir am Ostermarkt Eschen und am Früh- lingsmarkt Vaduz. Wir haben zehn verschiedene Sträucher angeboten, vom Pfaffenhütchen bis zur Alpenjohannisbeere. Einheimische Wildpflanzen bieten mehr Lebensraum und Schutz für Vögel, Insekten und Schmetterlinge als sterile Zierpflanzen. Klein und Gross erfreute sich am Ostereierfärben wie zu alten Zeiten. Glückliche Eier wurden mit Frühlingskräutern ge- schmückt, in Zwiebelschalen und Strümpfe gepackt und mit Rotholz gekocht. Die Überra- schung folgt beim Auspacken, kein Ei gleicht dem 
anderen. Querschnittaufgabe Klimaschutz Wenn der Vaduzer Bürgermeister – wahrlich kein Freund der LGU – Al Gore persönlich ken- nenlernt und in der «Liechtensteiner Woche» sagt, er werde nicht mehr fliegen, ist das hier eine Erwähnung wert. Und wenn er kurz vor seinem Rücktritt den Film «An inconvenient truth» mehrmals gratis aufführt, gebührt ihm Dank für die Unterstützung. Klimaschutz heisst, sich mit den unliebsamen Folgen des ungebremsten Wachstums auseinanderzusetzen und auch einmal unbequeme Entscheidungen zu fällen. Der CO2-Ausstoss in Liechtenstein wächst schneller als in den USA. Die LGU setzt sich seit Jahren für die Förderung der erneu- erbaren Energien und für mehr Energieeffizienz ein, auch in der Energiekommission.
        

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