Natur-Aktiv-Paket mit Naturerlebnis-Nachmittagen Die LGU hat im Rahmen des «Natur-Aktiv-Pakets» eine Reihe von Aktivitäten für Kinder und Jugendliche in ihrem nahen Erlebnisumfeld durchgeführt. Unterwegs sein in der Natur, Zusammenhänge neu entdecken, Einlassen auf Natur und Erleben des eigenen Seins im Naturgefüge – das sind wesentliche Aspekte der Umweltbildung. Spurensuche, Schnee- kunst, Strom aus Wasserkraft, Fragen zur Sonnenenergie, Wetterbeobachtung und Auswir- kungen von Pflanzen auf das Klima, Landart rund ums Wasser, eine Übernachtung im Riet mit Vogelbeobachtung, Eiszeit in Vaduz, Herbstlaub-Aktion und Geheimnisse der Moore waren die Themen im Jahr 2005. Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung durch die Guido Feger Stiftung 
realisiert. LGU-kids-newsletter Der LGU-kids-newsletter verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche von 8 bis 14 Jahren für die verschiedenen Facetten der Umwelt in ihrem Lebensraum Liechtenstein zu begeistern. Die Zusammenhänge werden einfach, gut lesbar und spannend aufzubereitet. Die Themen des Jahres 2005 orientierten sich am Jahresschwerpunkt Klima und Energie. Der LGU-kids- newsletter ging an alle Primarschulen des Landes, an 47 Arztpraxen und zudem an eine wachsende Zahl an Kindern im Land (Auflage jeweils 1’300). Dies wurde durch die grosszü- gige finanzielle Unterstützung von Rony Frick 
ermöglicht.Die 
grossen Themen der Zukunft für kleine Leute im Alpenraum Das Pilotprojekt «Wir Kinder wollen hoch hinaus! – Die grossen Themen der Zukunft für klei- ne Leute im Alpenraum» konnte am 1. März 2005 gestartet werden. Das Projekt wird von der MAVA-Stiftung für Naturschutz finanziert. Ziel ist es, nach neuen Wegen für eine Über- setzung der grossen Themen der Zukunft für 8–14jährige im Alpenraum zu suchen. Inner- halb von zwei Jahren sollen zehn thematische Rätselreisen unter Mithilfe von Kindern und Jugendlichen im liechtensteinischen Alpenraum erarbeitet werden. Sie sollen auch auf ande- re Alpenräume übertragbar sein. Die zehn Themen orientieren sich an der Rahmenkonven- tion und den Protokollen der Alpenkonvention. Sie spannen den Bogen von «Tourismus und Verkehr» bis hin zu «Konfliktraum Berge». Im Jahr 2005 wurden die Projektaufgaben defi- niert, thematische Recherchen fortgeführt, mehrere Pilotveranstaltungen mit jungen Men- schen durchgeführt, in drei mehrtägigen Workshops ein Modell und sieben «Storyboards» erarbeitet. Weitere drei Pilotdurchführungen auf Grundlage des Modells wurden vorbereitet, durchgeführt und evaluiert. Es ist geplant, bis Ende 2006 zahlreiche Testführungen zu den verschiedenen alpenrelevanten Themen mit jungen Menschen in Liechtenstein durchzufüh- ren. Am Weltumweltbildungsgipfel in Turin/I hat die LGU das Projekt vorgestellt und erste Kontakte im Hinblick auf die Übertragbarkeit im Alpenraum angebahnt. Die LGU informiert die Öffentlichkeit laufend über das 
Projekt. Befreie deinen Fluss! Mit der Teilnahme an der Kampagne «Befreie deinen Fluss!» lernen Kinder und Jugendliche, weshalb Fliessgewässer geschützt und renaturiert werden müssen. Auch das Thema direkte und indirekte Wassernutzung und ihr Einfluss auf die Landschaft wird vertieft. Die jungen Menschen sollen erfahren, dass sie ihrer Stimme öffentlich Gehör verschaffen und sich er- folgreich für ihre Visionen einsetzen können. Erste Aktivitäten konnte die LGU im Rahmen einer Schulexkursion zur Mölibach-Renaturierung in Ruggell begleiten. Im Herbst 2005 star- tete eine Informationskampagne an den Primarschulen, das Projekt wurde in den LGU- Medien beworben. Am Beispiel «Gewässer» will sich die LGU für eine Stärkung der Kinder- und Jugendbeteiligung in den Gemeinden 
einsetzen. Bannriet und «Lebendiger Rhein» Bannriet und Alpenrhein rückten im Jahr 2005 wieder ein Stück näher zueinander. Die Visi- on einer Aufweitung des Alpenrheins im Liechtensteiner Unterland nimmt mit den Grund- satzentscheiden der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Inter- nationalen Rheinregulierung (IRR) langsam politisch Gestalt an. Die vorgeschlagenen Massnahmen im Raum Liechtenstein bieten neue Chancen für Pflanzen und Tiere. Sie wer- den sich auch auf das Bannriet, seine Weiher und Buntbrachen, auswirken. Die LGU hat sich auch 2005 für eine Umsetzung und die Vernetzung von ökologisch bedeutsamen Flächen eingesetzt. Der positive Trend im Bannriet setzt sich fort. Am reichen Veranstaltungspro- gramm des Projektes «Lebendiger Rhein» nahmen mehrere hundert Personen 
teil. 
4Jahresbericht 20065 
Jahresbericht 2005Jahresbericht 
2005 Projekte Kein System unserer Wirklichkeit kann besser als Vorbild für Nachhaltigkeit dienen als die Natur selbst. Die Natur birgt in sich Strategien und Prinzipien, die als Ausgangspunkt einer Bildung für nachhaltige Entwicklung genutzt werden können. Die LGU lässt sich in ihrer Projektarbeit von diesen Grundsätzen eines «ökosozialen Bildungskonzeptes» 
leiten.Bäume, die in den Himmel wachsen, brauchen tiefe Wurzeln. Martin Krejcarek, Umweltbildner
        

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