LGUJAHRESBERICHT2004 
23VORWORT 2004 Alle wissen es. Trotz vieler politischer, technischer und wirtschaftlicher Anstrengungen zur Verbesserung der Um- weltsituation nehmen die Luftschadstoffe zu. Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten wird ärmer, der Erholungsraum kleiner, der Lärm grösser, Energie knapper. Die Lebens- qualität nachkommender Generationen ist gefährdet. Alle wollen das Beste. Der Begriff «nachhaltige Entwick- lung» steht in den Leitsätzen fast aller umweltrelevanten Berichte, Konzepte und Leitbilder, die im letzten Jahr ver- öffentlicht wurden. Nur, bei den Lösungsvorschlägen sucht man meistens vergebens nach wirkungsvollen konkreten Umsetzungsstrategien. Es besteht die allgemeine Tendenz, dass Umwelt- und Lebensqualität gedankenlos im Neben- satz «unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien» abge- handelt wird. Dabei ist es wichtig, sich in diesen Papieren mit konkreten Strategien nachweisbar zu einer zukunfts- fähigen Entwicklung zu bekennen – nur so kann bei der politischen Abwägung zwischen Wirtschafts- und Umwelt- interessen das Ziel der nachhaltigen Entwicklung glaubhaft vertreten werden. Eine intakte Natur hat einen ebenso grossen gesellschaftlichen Stellenwert wie eine florierende Wirtschaft und soziale Anliegen. Deshalb haben wir auch im vergangenen Jahr Akzente gesetzt, Projekte durch- geführt, in Netzwerken mitgearbeitet und mitgemischt, wo es zielführend war. Dies war möglich durch den fach- kundigen Einsatz unserer MitarbeiterInnen und des Vorstands sowie die finanzielle und ideelle Unterstützung durch Mitglieder, Sponsoren, Sponsorinnen und verschie- dene Institutionen. Herzlichen Dank! Silvy Frick-Tanner, 
LGU-PräsidentinAKZENTE 
2004 Die LGU setzt Akzente. Hier eine Auswahl von Ereignissen, Aktivitäten oder Themen, die das Vereinsleben und den Geschäfts- alltag im Jahr 2004 geprägt haben. 
1LGU im 
Naturhaus Nach der Generalversammlung 2004 wurde den LGU-Mitgliedern ein besonde- rer Genuss geboten. Sammlungsleiter Michael Fasel führte mit spannenden Geschichten durch das Naturhaus im Neu- bau des Landesmuseums. Die LGU hatte sich während vieler Jahre zusammen mit verschiedenen Kräften dafür eingesetzt. Das Resultat ist erfreulich. Eine sorgfältig und zeitgemäss konzipierte Ausstellung führt durch die drei grossen Lebensräume Liechtensteins, die Gebirgswelt, die Wäl- der und den Talraum. Die Zoologische Sammlung von Prinz Hans von und zu Liechtenstein fasziniert in neuer Frische, die Schmetterlinge laden in ihrer zauber- haften Vielfalt zum sinnlichen Verwei- len ein. 2Weichen stellen «Stellen wir die Weichen für die Zukunft, setzen wir auf die Schiene.» Die LGU hat zusammen mit dem Verkehrs-Club Liech- tenstein im Vorsommer an fünf Informa- tionsveranstaltungen des Ressorts Verkehr ihre Ideen aufgezeigt. Es braucht ein Ver- kehrssystem, das effizient, komfortabel und anschlussfähig ist: eine regionale S-Bahn und langfristig ein Normalspur-Tram. Kurzfristig muss das Bussystem durch kon- sequente Bevorzugung der Busse im Stras- senverkehr attraktiver gestaltet werden. Für eine grösstmögliche Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr müssten dieUnternehmen 
gezielt betriebliches Mobi- litätsmanagement betreiben. Die Regierung stellte die – für uns längst gelöste – Grund- satzfrage, ob schwerpunktmässig auf den motorisierten Individualverkehr oder auf den öffentlichen Verkehr gesetzt werden soll. Sie präsentierte die Resultate einer Machbarkeitsstudie zu einem strassen- unabhängigen Verkehrsmittel (mehrheitlich als Hochbahn geführt) sowie einer Ent- wicklungsstudie zu 
Tunnelumfahrungen. 3Lebendiger Rhein Die LGU hat im Rahmen des Projektes «Lebendiger Rhein» zusammen mit vier re- gionalen Umweltorganisationen wiederum ein reiches Exkursionsprogramm angebo- ten. Ziel der gut besuchten Veranstaltun- gen war es, über gewässerökologische Zusammenhänge zu informieren und für eine ökologische Aufwertung des Alpen- rheins zu sensibilisieren. Im Jahr 2004 haben wir uns schwerpunktmässig den Zu- flussgewässern gewidmet. Mit dem Projekt begleiten wir die Entstehung des Entwick- lungskonzeptes Alpenrhein der Internatio- nalen Regierungskommission Alpenrhein. An einer gemeinsamen Exkursion wurden die prioritären Massnahmen und Lösungs- ansätze vor Ort diskutiert. Dass Hochwas- serschutz und ökologische Aufwertung Hand in Hand gehen, wird von allen Seiten anerkannt. Dass beim Schwall Lösungen an der Quelle des Problems – bei den beste- henden Kraftwerken – gesucht werden müssen, dafür setzen wir uns weiterhin 
ein. 4Feuchtbiotop als 
Trittstein Schülerinnen und Schüler des Liechtenstei- nischen Gymnasiums legten unter der Lei- tung von Heinz Biedermann, Jürgen Kühnis und Claudia Bremser, Praktikantin bei der LGU, im Schellenberger Riet ein Feucht- biotop an. Der saisonal schwankende Wasserspiegel im neuen Teich wird vor allemden Amphibien nützen – so gibt es keine Fische, welche die Laiche und Larven gefährden. Das Feuchtbiotop liegt in der 
Gemeinsame 
Exkursion 
für 
einen 
Lebendigen 
Alpenrhein 
Impressum Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz LGU Im Bretscha 22 9494 Schaan Liechtenstein T +423 232 52 62 F +423 237 40 31 info@lgu.li www.lgu.li Redaktion Regula Mosberger Gerhard Hornsteiner Gestaltung beck grafikdesign est., Triesen Druck Druckerei Gutenberg AG, Schaan
        

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