Wenn ich an die Schweiz denke, drängt sich mir als erstes 
der Begriff «Musterländle» mit wirtschaftlicher Stabilität 
auf. Als zweites denke ich an ein interessantes, schönes, 
aber eben auch teures Reiseland. Meine Erfahrungen 
beschränken sich im wesentlichen auf die Freizeit. Ich 
gehöre einem Liechtensteiner Tauchclub an, und wir tauchen des öftern 
in der Schweiz. In der ersten Zeit waren die Kontakte von Schweizer 
Seite her recht zurückhaltend, aber im Laufe der Jahre haben sich 
Freundschaften entwickelt. Das ist meines Erachtens charakteristisch 
für die Schweizer. 
Negative Erfahrungen habe ich mit der Bürokratie gemacht, als wir 
für unsere Tochter eine Lehrstelle suchten. Im Zusammenhang mit 
Arbeitssuche und Beruf ist für Ausländer in der Schweiz alles sehr 
schwierig. Dank der intensiven Unterstützung der liechtensteinischen 
Behörden ist dann alles doch noch gut ausgegangen. 
Wenn ich an der Schweiz etwas ändern könnte, würde ich versuchen, 
sie weltoffener zu machen. Die Schranken und Einschränkungen 
gegenüber Ausländern sind in der Schweiz besonders stark und sollten 
gelockert werden. Das grösste Problem bilden in den nächsten Jahren 
Fragen in Verbindung mit dem Europäischen Wirtschaftsraum und der 
sich daraus ergebenden wirtschaftliche Situation: Kann die Schweiz 
weiterhin eine Art Insel bleiben, wirtschaftlich gesehen mit Vorteilen, 
oder kommt es zu einer weitgehenden Annäherung an die Europäische 
Gemeinschaft? 
Eine der häufigsten Eigenschaften des Schweizers ist die Sparsamkeit, 
die bei manchen in Geiz ausartet, sowie der Fleiss und eine gewisse 
Sturheit. 
In der Schweizer Geschichte bin ich als Deutscher nicht sehr bewan- 
dert. Aus dem Geschichtsunterricht ist mir der Reformator Ulrich 
Zwingli in Erinnerung geblieben. 
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Erich Vogelsang, Ruggell, *1939, Deutscher, Dipl. Ing., Betriebsleiter 
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