Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
14
Erscheinungsjahr:
1990
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000041654/222/
Helga Michalsky hältnisse in Liechtenstein erläutern und die Auseinandersetzung mit mögli­ chen politischen Gegnern führen konnten. Im Gegensatz zum äusseren Eindruck war die Gründung der Zeitung nicht der erste, sondern der zweite Schritt. Erst als sich abzeichnete, dass die Anhängerschaft in den Gemeinden ausreichen würde, um das Ergebnis der Landtagswahl beein­ flussen zu können, wurde das Zeitungsprojekt verwirklicht. Hier ist neben Beck ein weiterer Mann zu erwähnen: Josef Brunhart. Der Architekt aus Balzers war neben dem umtriebigen jungen Beck eine Vertrauensperson in würdigem Alter, ein Mann, der schon vorher für poli­ tische Aufklärung der Bevölkerung eingetreten war. Er hat sich allem Anschein nach schon früher für eine Zeitung eingesetzt. Seine Beteiligung an dem Aufbau einer Opposition können wir nur vermuten. Ende November 1913 war das Zeitungsvorhaben so weit vorbereitet, dass die Vertrauensmänner, hier wieder Frick für Balzers, aufgefordert wurden, Zeichner zu gewinnen (zunächst 100-, später 50-Franken-Anteil- scheine), um die Zeitung mit dem notwendigen Grundkapital von 5000 Franken auszustatten. Die Vorbereitungen sollten so weit vorangetrieben werden, dass das Blatt, wenn der richtige Augenblick gekommen sei, sofort erscheinen könne.24 Für diesen Zweck sollten sowohl Listen der Anhänger als auch aller wahlberechtigten Bürger in den einzelnen Gemeinden ange­ fertigt werden. Natürlich konnte ein solches Projekt in Liechtenstein nicht geheim bleiben, und so nimmt es nicht wunder, dass im ersten Leitartikel der «Oberrheinischen Nachrichten», einem Grusswort an den Leser und zugleich einer Art Programm für die Zeitung, auch die offensichtlich zahl­ reichen Gegner und Kritiker mit ein paar Bemerkungen bedacht wurden.25 Uber den Zweck der Zeitung hat sich Beck gegenüber Alois Frick schriftlich geäussert. Die Erläuterungen für den engen Helfer decken sich in einigen Punkten mit dem Programm in der ersten Nummer, darüber hin­ aus sprechen sie aber die «parteipolitische Richtung deutlicher aus; insge­ samt geben sie eine zutreffende Vorausschau auf die Themenschwerpunkte und Akzente in der Folgezeit: «a) Schaffung eines Wochenblattes zwecks offener Aussprache über unsere Liechtensteiner Zustände. Es sollen die Tatsachen an Stelle der 24 Brief Dr. Becks an die Herren Aug., Alois Frick & Jos. Kaufmann v. 7.12.1913. 25 O.N. 25.4.1914. 232
        

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