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rund 15 Mio. m* entnommen und seine Sohle um 4,0 — 4,5 m abgesenkt worden. Damit 
ist derzeit bei einem angenommenen 1000jährigen Hochwasser mit einem zu erwarten- 
den Abfluss von 2600 m/s noch ein Spielraum von mindestens 4 m gewährleistet. Das 
heisst, dass heute das Doppelte eines einstigen Katastrophen-Hochwassers abgeführt 
werden könnte. Zur Stabilisierung der Rheinsohle mussten bei Ragaz und bei Buchs- 
Schaan zwei Schwellen aus groben Blöcken eingebaut werden. Sie erbrachten die 
gewünschte Konsolidierung auf allerdings sehr niedrigem Niveau. Im Rhein wird zwar 
noch viel Feinsediment verfrachtet, aber das grössere Geschiebe verbleibt als Folge der 
zahlreichen Wasserkraftspeicher und der verbesserten Wildbachverbauung bereits im 
Oberlauf blockiert und gelangt immer weniger bis in unsere Region. 
Der Rhein ist bedroht. Ähnlich einer belagerten Stadt, deren Feinde den Belage- 
rungsring enger ziehen, ist der Mensch mit seinen vielen Nutzungsformen dem Rhein 
immer näher gerückt. Die Rheindammkronen sind beliebte Radfahrergebiete, die Vor- 
grundwege werden von den Spaziergängern mit ihren Hunden benützt, und die Kies- 
bänke sind beliebte Picknickplätze. Angesichts der ungebrochenen Nutzungspenetranz 
des Menschen ist es nur eine Frage der Zeit, bis er den Rhein ganz in Beschlag nimmt. 
Nach der erkämpften Hochwassersicherheit, der starken Kiesausbeutung sowie 
der Bedrängung durch die Autobahn und eine Ölpipeline droht dem Rhein eine weitere 
Gefahr; er soll zur Energiegewinnung gestaut werden. Für viele Betrachter ist der Fluss 
bereits so technisiert, dass es auf seine weitere Nutzung auch nicht mehr ankommt. Für 
andere repräsentiert der Rhein innerhalb seiner 120 Meter verbliebenen Freiraums 
immer noch Restnatur und Inspirationswert. Welchen Standpunkt man auch einnimmt, 
eines ist sicher: Mit dem Bau der Staustufen wird dem Rhein die Dynamik genommen, 
vor allem aber werden die Kiesbänke vollends verschwinden. Ein weiterer Freiraum, 
einer der letzten überhaupt, würde der Nutzung zugeführt und damit der Allgemeinheit 
ein weiteres Niemandsland genommen. 
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