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sich beispielsweise östlich von Ruggell, parallel zur heutigen Ausrichtung des Rheines, 
auf rund 1,5 km Länge und einer Breite von 50 m verfolgen. Es dürfte dies ein alter Arm 
des Rheines sein. Im zitierten Gebiet lässt sich denn auch auf Luftaufnahmen ein rei- 
ches Astwerk an Gewässern im Grenzraum Liechtenstein-Vorarlberg ablesen. 
Der Rheinverlauf ist durch den Gebirgsbau vorgezeichnet. Vor der Platz- 
nahme der heutigen Gebirge entwässerte der Ur-Rhein in nordwestlicher Richtung über 
die Gegend des heutigen Toggenburgs in das Mittelland. Diese Entwässerungsrichtung 
wurde erst vor 10 bis 5 Mio. Jahren durch die herangleitenden helvetischen Decken des 
Alpsteins, der Churfirsten und des Alviergebietes verbaut. Der Rhein wurde gegen Osten 
abgedrängt. Entlang der Grenze zwischen den helvetischen auf der einen sowie den pen- 
ninischen und ostalpinen Decken auf der anderen Seite bot sich eine neue Entwässe- 
rungsrinne an. Die vom Menschen geschaffene politische Grenze folgt hier somit einer 
vor Jahrmillionen durch den Gebirgsbau vorgezeichneten Grenze zwischen den West- 
und den Ostalpen. Der Eintritt aus dem Sarganser Becken ins Rheintal war nur dank 
einem Bruchsystem möglich, das zwischen Fläscherberg und Gonzen eine entspre- 
chende Eintiefung schuf. 
Nach dem Austritt des Rheins aus der Talenge von Buchs-Schaan verläuft der 
Fluss in nord-nordöstlicher Richtung und wird somit von der durch den Alpstein und 
dessen Ausläufer vorgegebenen Faltenstruktur geführt. In der Region von Oberriet trifft 
der Rhein in einem spitzen Winkel auf die Falten des Alpsteins auf und durchquert sie. 
An dieser Stelle ist aber der Alpstein in Schollen zerbrochen, die treppenartig gegen das 
Rheintal absteigen und dem Rhein so den Austritt aus dem Längstal erlaubten. Die allge- 
meine Süd-Nord-Ausrichtung des Rheintals täuscht Einheitlichkeit im Bau vor. In Wirk- 
lichkeit gliedert sich das Alpenrheintal zwischen Sargans und Oberriet in zwei Quertalab- 
schnitte, ein Längstal und einen Abschnitt entlang einer Deckengrenze. 
Die Talausformung während und nach der Eiszeit. Die Tiefenerosion des eis- 
zeitlichen Rheingletschers war bedeutend. So wissen wir heute, dass der Felsuntergrund 
etliche hundert Meter tiefer liegt als das heutige Gelände. Bei Tiefenbohrungen wurde in 
Balzers der Fels bei 32 m ü. M., in Hohenems gar erst bei 182 m unter dem Meeresspie- 
gel angebohrt. Unser Talboden liegt also auf einer mehrere hundert Meter mächtigen 
Schicht von Ablagerungen, die während und nach dem Rückzug des Eises geschüttet 
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