dergang vor rund 12 000 bis 8 500 Jahren gilt die Unterspülung der erosionsanfälligen 
Flyschhänge zwischen Triesen und Meierhof. Auf einer Länge von einem Kilometer 
stürzten die Felspartien herunter bzw. sackten paketweise um 200 m ab. Aufgrund von 
Bohrungen im Gebiet weiss man, dass das Bergsturzgelände am Triesenberg rund 90 m 
mächtig ist. Zufällig stiess man bei diesen Bohrungen auch auf Holz, dessen Alter mit 
rund 8 500 Jahren bestimmt werden konnte. Das gesamte Volumen der Bergstürze am 
Triesenberg wird auf rund 400 Mio. m? geschätzt. 
Der bekanntere und im Gelánde auch besser erkennbare Bergsturz von Forstegg 
bei Salez ist jünger. Er brach hoch oben am Stauberengrat aus, wobei eine Felsmasse 
von rund 100 Mio. m? zu Tale donnerte. Die Hohlform, welche der Bergsturz hinterliess, 
ist im Bergmassiv deutlich erkennbar. Das engere Ablagerungsgebiet betrigt rund 5 km, 
Ausläufer reichen aber bis ins Gebiet der Nationalstrasse N 13. Die Sturzmassen liegen 
auf feinen Seesedimenten. Nur an den Rándern des Ablagerungsgebietes ist das Berg- 
sturzmaterial durch eine 20 m tiefe Schicht von den Seeablagerungen getrennt. Der 
Felssturz ging also in den hier kurz vor der Verlandung stehenden Rheintalsee nieder. 
Heute ist die Trümmerlandschaft zwischen Salez und Sennwald weitgehend bewaldet. In 
deren Hohlformen konnten sich Moore entwickeln, die Bestandteil des national bedeut- 
samen Sennwalder Flachmoores sind. Aufgrund von Pollenanalysen aus den tiefsten 
Schichten dieser Moore muss der Bergsturz vor 7 000-8 000 Jahren erfolgt sein. Samm- 
ler und Jáger dürften somit dieses Naturereignis miterlebt haben. 
Wie beim Bergsturz von Wartau, der von der Südwand der Gauschla niederging, 
verlief auch der Abbruch am Chapf oberhalb des Voralpsees in mehreren Phasen. Die 
letzten Abstürze müssen nacheiszeitlich erfolgt sein, denn ein Teil der Sturzmassen liegt 
auf Moränen. Der vom Bergsturz gebildete Riegel staute den bekannten Voralpsee auf. 
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